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Rollstuhlfahrer fordern Rücktritt von SPS-Präsident Bruno Frick

Dieser Inhalt wurde am 31. Oktober 2009 - 18:16 publiziert
(Keystone-SDA)

Nottwil LU - Rund 400 Rollstuhlfahrer und Sympathisanten haben im Schweizer Paraplegiker Zentrum (SPZ) in Nottwil den Rücktritt von Bruno Frick gefordert. Dem Präsidenten der Schweizer Paraplegiker Stiftung (SPS) gehe es um Macht und nicht um Menschen, erklärten sie.
Auch nach dem Abgang von Gründer Guido Zäch kommt die Paraplegiker-Gruppe nicht zur Ruhe. Der Schwyzer CVP-Ständerat Frick war vor zwei Jahren zum neuen starken Mann gewählt worden, dies gegen den erbitterten Widerstand von alten Zäch-Getreuen.
In den letzten Wochen flammte die Kritik an Frick erneut auf. Federführend ist die Gruppierung Parawatch. Die Frick-Gegner fuhren in ihren Rollstühlen im SPZ auf, um ihrer Forderung nach einem Machtwechsel Nachdruck zu verleihen.
Wie Parawatch-Initiant Josef Jakober erklärte, klatschten den Manifestanten viele Menschen aus dem SPZ zu. Frick sei untragbar geworden. Das empfänden immer mehr Querschnittgelähmte, Angehörige, Gönner der Stiftung und Betreuer so.
Parawatch wirft Frick vor, dass unter seiner Führung die Qualität und der Betrieb im SPZ schlechter geworden seien. Frick fehlten für seine Aufgabe die fachlichen und sozialen Kompetenzen.
Um Frick zu schwächen, setzte Parawatch kürzlich durch, dass der Vorstand der Gönnervereinigung der SPS von fünf auf neun Mitgliedern aufgestockt wurde. Die neuen Posten wurden mit ihnen nahestehenden Leuten besetzt.
Um die Wogen zu glätten, kündigte Frick die Schaffung eines aus Querschnittgelähmten bestehenden Beirates an. Doch dieser wird von Parawatch abgelehnt. Die Gelähmten bräuchten keinen Beistand und seien es gewohnt, ihre Anliegen eigenständig zu vertreten.

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