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Roms Stadtpräsident nach Zerschlagung von Mafia-Gruppe bedroht

Nach der Aushebung eines Mafia-Rings in Rom hat sich der Stadtpräsident der italienischen Hauptstadt besorgt über Drohungen gegen ihn geäussert. Der Präfekt habe ihm am Donnerstag aus Sicherheitsgründen davon abgeraten, wie gewohnt durch die Stadt zu radeln.

Er werde deshalb auf das Velofahren verzichten und über eine Sicherheitseskorte nachdenken, sagte Ignazio Marino am Freitag. "Gefährliche Organisationen" hätten Marino zufolge versucht, seinen Sieg bei der Stadtpräsidiumswahl im vergangenen Jahr zu verhindern.

Als sie damit scheiterten, hätten sie ihn zunächst umgarnt. Dann hätten sie ihn unverblümt wissen lassen, dass sie ihn "loswerden" müssten, sagte der Politiker der linksbürgerlichen Demokratischen Partei (PD).

Die Polizei hatte am Dienstag 28 mutmassliche Mafia-Mitglieder festgenommen. Darunter ist der mutmassliche Chef des Rings, Massimo Carminati, der Ende der 70er Jahre für rechtsextreme Gruppen aktiv war.

Carminati soll zu der Zeit eine Schlüsselfigur der kriminellen römischen Vereinigung Magliana gewesen sein und Verbindungen zur neofaschistischen Partei MSI unterhalten haben.

Ermittlungen gegen Ex-Stadtpräsident

Die Behörden ermitteln in dem Fall gegen rund 100 Unternehmer und örtliche Politiker. Darunter ist Gianni Alemanno, der für die MSI-Nachfolgeorganisation, Alleanza Nazionale (AN), von 2008 bis 2013 Stadtpräsident von Rom war.

Den Verdächtigen wird zur Last gelegt, ein weitverzweigtes Korruptionsnetz aufgebaut zu haben. Zudem sollen sie öffentliche Gelder beispielsweise für Flüchtlingsheime veruntreut haben. Neben Bildung einer mafiösen Vereinigung wird ihnen auch Erpressung zur Last gelegt.

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