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Ronnie Schildknecht will am Sonntag ab 6.40 Uhr am Ironman Switzerland in Zürich nachholen, was er 2017 noch deutlich verpasst hat: beim Heimrennen zum zehnten Mal als Sieger einzulaufen.

Es wäre sein insgesamt zwölfter Sieg an einem Ironman.

Schildknecht hatte sich im Vorjahr vor dem Rennen zwar in Topform gefühlt, gab dann aber nach zehn Kilometern auf der Laufstrecke wegen Wadenproblemen auf. Die Probleme für den Rekordgewinner von Zürich mit der linken Wade hatten bereits im Schwimmen begonnen. Den ersten Ironman-Titelgewinn des nie nachlassenden Australiers Nick Kastelein hätte Schildknecht indes ohnehin kaum abwenden können.

"Überbiker" Cameron Wurf am Start

Fast schon sicher scheint, dass der 38-jährige Schildknecht auch in diesem Jahr nicht als Erster auf die Laufstrecke gehen wird. Denn mit dem Ironman-Vielstarter Cameron Wurf ist der Radstrecken-Rekordhalter der letztjährigen Ironman-WM von Hawaii gemeldet.

Der knapp 35-jährige Australier, ein früherer Radprofi und Ruderer, hatte im letzten Oktober auf der windigen und hügeligen Radstrecke auf Big Island die 180 km in 4:12:54 Stunden bewältigt. Dadurch drückte er die bisherige Bestmarke von Normann Stadler (2006) um fast fünfeinhalb Minuten.

Allerdings lief Wurf in Hawaii im Gegensatz zu Stadler nicht als Sieger, sondern nach dem Marathon im 17. Rang ein. Läuferisch komplett zu unterschätzen ist Wurf aber nicht. Immerhin gewann er im letzten September den anspruchsvollen Ironman Wales. Zudem wurde er im April unmittelbar vor Schildknecht Vierter am stark besetzten Ironman Südafrika.

Schildknecht stuft am Sonntag indes zwei seiner Landsleute, den Vorjahres-Dritten Jan van Berkel sowie den Olympia-Medaillengewinner Sven Riederer, als potenziell stärkste Rivalen im Kampf um den Sieg ein.

Zehn oder mehr Siege am gleichen Event hat unter dem Ironman-Label lediglich Cameron Brown vorzuweisen. Der mittlerweile 46-jährige Neuseeländer gewann zwölf Mal den Ironman Neuseeland, letztmals vor zwei Jahren. Der zweifache WM-Zweite ist damit der älteste Sieger der Ironman-Geschichte bei den Männern.

Martina Kunz will Luxford fordern

Bei den Frauen gilt die letztjährige WM-Neunte Annabel Luxford (36) aus Australien als Topfavoritin. Aus Schweizer Sicht will die wie Schildknecht vom tschechischen Star-Coach Lubos Bilek trainierte Martina Kunz (34) im Kampf um eine Spitzenposition mitmischen.

Die Vorjahres-Dritte hatte sich früher jahrelang als freiwillige Helferin am Ironman Switzerland engagiert, unter anderem für die Laufstrecken-Sicherung. Gespannt darf man auf eine weitere Lokalmatadorin sein. Die von Brett Sutton trainierte Nina Derron (25) gibt ihr Ironman-Debüt.

Ryf am Samstag über Kurzdistanz

Die Ausnahmeathletin Daniela Ryf und der Ironman-Vorjahres-Zweite Ruedi Wild werden am Samstag das Profirennen über die olympische Distanz bestreiten. Für die dreifache Ironman-Weltmeisterin Ryf ist es der erste Formtest drei Wochen nach ihrem eindrücklich souveränen Ironman-EM-Titelgewinn in Frankfurt.

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SDA-ATS