Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Die Berner Kantonsregierung bleibt für weitere vier Jahre in rot-grüner Hand. Der Entscheid fiel am Sonntag aber denkbar knapp aus. Bis zuletzt musste Gesundheits- und Fürsorgedirektor Philippe Perrenoud (SP) um seine Wiederwahl zittern.

Perrenoud und sein bürgerlicher Herausforderer Manfred Bühler (SVP) lieferten sich ein Kopf an Kopf-Rennen um den garantierten Sitz des Berner Juras in der Kantonsregierung.

Erstmals seit seiner Einführung 1995 kam das sogenannte geometrische Mittel zur Anwendung. Diese Berechnungsmethode kommt zum Zug, wenn beide Kandidaten das absolute Mehr erreichen. Letztlich trennten Perrenoud und Bühler lediglich etwa 1000 Stimmen.

Der sonst eher zurückhaltende Perrenoud nahm seine Wiederwahl im Berner Rathaus mit einem Jubelschrei auf. Er sei im Laufe des Nachmittags durch ein Wechselbad der Gefühle gegangen, sagte Perrenoud im Gespräch mit Journalisten. Seine Erleichterung sei gross.

Sein Herausforderer Manfred Bühler zeigte sich als fairer Verlierer. "Das Volk hat immer Recht", sagte Bühler gegenüber Medien.

Kaum Nerven brauchten am Sonntag die übrigen sechs amtierenden Regierungsmitglieder. Sie traten allesamt zur Wiederwahl an und schon früh war laut Hochrechnungen klar, dass sie weitere vier Jahre im Amt bleiben.Das beste Wahlresultat schaffte Finanzdirektorin Beatrice Simon von der BDP. Auch der jüngst stark in die Kritik geratene Polizei- und Militärdirektor Hans-Jürg Käser musste keinen Dämpfer einstecken. Er zeigte sich sehr befriedigt von seinem Resultat.

Bürgerliche traten kompakt auf

Gut funktioniert hat das bürgerliche Wahlbündnis, in dem sich SVP, BDP, FDP und EDU zusammenfanden. Die bürgerlichen Kandidaten seien kompakt gestanden und hätten den schwächsten, also Manfred Bühler, sehr gut mitgenommen. Vor vier Jahren habe der schwächste Bürgerliche deutlich weniger Stimmen gemacht als nun Bühler, sagte Politologe Werner Seitz.

Bei vergangenen Wahlen konnten sich die Bürgerlichen nicht zusammenraufen, vor vier Jahren waren sich insbesondere SVP und BDP nach ihrer Abspaltung gram.

Der Präsident der bernischen SVP, Werner Salzmann, äusserte sich zu der nicht gelungenen bürgerlichen Wende in der Regierung gefasst. Die bürgerliche Wahlallianz habe trotz Wahlniederlage nichts falschgemacht.

Die Wahlbeteiligung lag am Sonntag mit 31,1 Prozent leicht tiefer als vor vier Jahren mit 31,4 Prozent.

SDA-ATS