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Der neue iranische Präsident Hassan Ruhani strebt eine rasche Lösung des Atomstreits an. Man könne nur vorwärts kommen, wenn man sich in den Verhandlungen auf einen kurzen Zeitplan einige, sagte Ruhani der "Washington Post".

Je kürzer der Zeitplan sei, desto besser wäre dies für alle Beteiligten. "Wenn es drei Monate sind, wäre dies die Wahl des Irans. Wenn es sechs Monate sind, ist das immer noch gut", sagte Ruhani in dem am Mittwoch veröffentlichten Interview.

Die Lösung des Atomstreits sei auf jeden Fall eine Frage von Monaten und nicht von Jahren, sagte er weiter. Falls der Westen das Recht seines Landes auf eine friedliche Nutzung der Nukleartechnologie anerkenne, werde Teheran in den Verhandlungen "vollständige Transparenz" gewährleisten.

Seine Regierung habe die volle Rückendeckung des geistlichen Oberhaupts Ayatollah Ali Chamenei, fügte Ruhani hinzu. Chamenei gilt als die mächtigste Person in der Islamischen Republik.

Der als gemässigt geltende Ruhani war bei der iranischen Präsidentenwahl im Juni zum Nachfolger von Mahmud Ahmadinedschad bestimmt worden. Zuletzt sendete er im Streit um das Atomprogramm versöhnliche Signale. Auch US-Präsident Barack Obama zeigte sich offen für einen neuen diplomatischen Anlauf.

Treffen der Aussenminister

Die Aussenminister beider Länder wollen am Donnerstag (22.00 Uhr MESZ) erstmals direkt über das iranische Atomprogramm sprechen. US-Chefdiplomat John Kerry und sein iranischer Kollege Mohammed Dschawad Sarif kommen dazu bei einem Treffen der sogenannten 5+1-Gruppe am Rande der UNO-Generaldebatte in New York zusammen.

Der 5+1-Gruppe gehören die fünf UNO-Vetomächte - USA, Russland, China, Frankreich und Grossbritannien - sowie Deutschland an. Der Westen wirft der Führung in Teheran vor, insgeheim nach Atomwaffen zu streben. Die internationale Gemeinschaft hat daher scharfe Sanktionen gegen den Iran verhängt, der die Vorwürfe zurückweist.

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SDA-ATS