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Wirft den USA psychologische Kriegsführung vor: Irans Präsident Hassan Ruhani, hier an einer Medienkonferenz anfangs Juli in Wien.

KEYSTONE/AP/RONALD ZAK

(sda-ats)

Kurz vor dem Inkrafttreten neuer US-Sanktionen gegen den Iran hat der iranische Präsident Hassan Ruhani der Regierung in Washington "psychologische Kriegsführung" vorgeworfen.

"Sie wollen einen psychologischen Krieg gegen die iranische Nation führen und das Volk spalten". Die Kombination aus neuen US-Sanktionen und gleichzeitigem Verhandlungsangebot von US-Präsident Donald Trump nannte Ruhani am Montagabend in einem Fernsehinterview "unsinnig".

Trump hatte im Mai den Ausstieg der USA aus dem internationalen Atomabkommen mit dem Iran angekündigt und neue Strafmassnahmen gegen die Islamische Republik beschlossen. Zugleich forderte er Verhandlungen über ein erweitertes Atomabkommen.

Am Montag erneuerte Trump diese Forderung. Er forderte andere Länder auf, sich mit den USA in dem Streben nach einem solchen Abkommen zusammenzuschliessen.

"Verhandlungen mit Sanktionen zu verknüpfen, ist unsinnig", sagte Ruhani in dem Fernsehinterview. "Sie verhängen Sanktionen gegen iranische Kinder, gegen Kranke und gegen die Nation."

Der Iran will nach Angaben Ruhanis trotz der US-Sanktionen am Atomabkommen festhalten. "Wir werden trotz der Sanktionen der Welt zeigen, das wir unser Wort halten und uns an internationale Verträge halten", sagte er im staatlichen Fernsehen IRIB weiter. Die Sanktionen werde das Land aber mit Solidarität und Einheit innerhalb der politischen Führung und im Volk bewältigen.

Die am Dienstag in Kraft tretenden Sanktionen richten sich gegen Irans Zugang zu US-Banknoten, den Automobilsektor und den Export von Metallen, Agrarprodukten und Teppichen. Der zweite Teil der Sanktionen soll am 5. November in Kraft treten.

Dann ist unter anderem der Ölsektor die Zielscheibe. Viele Iraner fürchten einen Absturz ihrer Landeswährung, wenn die Finanz- und Handelsbeschränkungen der USA einsetzen.

Die US-Sanktionen richten sich auch gegen Unternehmen aus Drittländern, die Geschäfte mit dem Iran machen. Mehrere Konzerne wie Total, Peugeot und Renault, die nach dem Abkommen in den Iran zurückgekehrt waren, haben daher bereits ihren Rückzug verkündet.

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