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Rund 500 Studierende sind dem Aufruf der Uni-Besetzer gefolgt

Dieser Inhalt wurde am 27. November 2009 - 19:46 publiziert
(Keystone-SDA)

Zürich - Rund 500 Studierende sind in Zürch dem Aufruf der Uni-Besetzer zu einer bewilligten Demonstration gegen den Bildungsabbau gefolgt. Der Protest richtete sich vorab gegen die drohende Erhöhung der Studiengebühren.
"Studiengebühren mal zwei, da sagen wir nein", skandierten die Demoteilnehmer vor dem Rathaus, begleitet von einem gellenden Pfeifkonzert. Sie spielten damit auf die kommende Budgetberatung im Zürcher Kantonsrat an.
Die Bürgerlichen, angeführt von der SVP, wollen mit dem Voranschlag 2010 eine Verdoppelung der Gebühren verlangen. Sowohl an der Universität wie auch an der Zürcher Fachhochschule würden die Semestergebühren damit auf 1200 bis 1400 Franken ansteigen.
Es könne nicht in Frage kommen, dass die Folgen der Krise und Steuersenkungen auf die Studierenden abgewälzt würden, hiess es an der Kundgebung. Durch die Verdoppelung der Gebühren würden vor allem finanziell Schwächere vom Studium ausgeschlossen.
Die Bologna-Reform erschwere ohnehin schon die Möglichkeit, neben dem Studium einem Nebenerwerb nachzugehen, sagte eine Vertreterin der Gruppierung "Unser Uni".
Die Proteste richteten sich zudem gegen die Verschulung des Studiums, die Präsenzpflicht und die Umsetzung der Bologna-Reform. "Wir wehren uns gegen die zunehmende Ökonomisierung der Bildung", wurde betont. "Die Bildung krepiert, weil die Privatwirtschaft regiert", hiess es auf einem der zahlreichen Transparente.
Zur Demo aufgerufen hatte die Gruppierung "Unsere Uni", die seit 11 Tagen den grössten Vorlesungssaal der Universität Zürich besetzt hält. Die Besetzung werde über das Wochenende weitergehen, sagte eine Sprecherin der protestierenden Studierenden.

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