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Moskau - Wegen der heranrückenden Waldbrände haben die russischen Behörden am Mittwoch die Atomanlage in Sarow gesichert. Alle radioaktiven und explosiven Materialien wurden aus der 500 Kilometer östlich von Moskau gelegenen Anlage abtransportiert.
Das Risiko eines atomaren Unfalls bestehe nicht mehr, selbst wenn das Feuer Sarow erreiche, sagte der Chef der russischen Atomenergiebehörde Rosatom, Sergej Kirjenko, laut russischen Nachrichtenagenturen bei einer Sitzung des nationalen Sicherheitsrates.
In Russland wüten seit Tagen zahlreiche Feuer. Laut der Umweltschutzorganisation WWF wurden mehr als 7000 Brandherde gezählt. Tausende Einsatzkräfte bemühen sich darum, die Flammen einzudämmen.
Erdölbetriebe in Gefahr
Die Feuerwalze bedroht nach Angaben der russischen Regierung auch 89 erdölverarbeitende Betriebe. "Diese meist kleineren Unternehmen stehen in der Risikozone, daher müssen sie ihren Betrieb unterbrechen", sagte Vize-Regierungschef Igor Setschin nach Angaben der Agentur Interfax.
Die Raffinerien verfügen weder über automatische Feuerlöschanlagen noch über Giftgas-Warnsensoren. Die technische Aufsichtsbehörde Rostechnadsor werde das Erdöl schnell abtransportieren, kündigte Setschin an. Zudem seien die Rettungskräfte angewiesen worden, diese Objekte besonders zu schützen.
Offiziere entlassen
Wegen Versäumnissen bei der Brandbekämpfung entliess unterdessen Präsident Dmitrit Medwedew mehrere ranghohe Offiziere und verwarnte die Marine-Führung. Er reagierte damit auf die Zerstörung eines Marine-Nachschubzentrums in Kolomna südöstlich von Moskau, das in der vergangenen Woche Opfer der Flammen wurde.
Am Dienstag hatten die russischen Behörden erstmals offiziell bestätigt, dass der Stützpunkt zerstört wurde. Der entstandene Schaden war beträchtlich: Zahlreiche Lager, Büroräume, Fahrzeuge und Ausrüstung wurden vernichtet. "Wenn etwas Ähnliches andernorts passiert, werde ich ohne Gnade auf die gleiche Art verfahren", warnte Medwedew.

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SDA-ATS