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Russische Menschenrechtlerin Ljudmila Alexejewa gestorben

Die russische Menschenrechtlerin und Kremlkritikerin Ljudmila Alexejewa ist tot. Sie starb nach schwerer Krankheit im Alter von 91 Jahren in Moskau. (Archiv)

KEYSTONE/EPA/SERGEI CHIRIKOV

(sda-ats)

Die russische Menschenrechtlerin und Kremlkritikerin Ljudmila Alexejewa ist tot. Sie sei nach schwerer Krankheit im Alter von 91 Jahren in Moskau gestorben, teilte der Menschenrechtsrat des russischen Präsidenten am Samstagabend mit.

"Das ist ein schrecklicher Verlust für die gesamte russische Menschenrechtsbewegung", sagte der Vorsitzende des Rates, Michail Fedotow, der Mitteilung zufolge.

Alexejewa war eine der renommiertesten Bürgerrechtlerinnen Russlands. Gemeinsam mit dem Friedensnobelpreisträger Andrej Sacharow gründete sie 1976 die Moskauer Helsinki-Gruppe, die sich für die Einhaltung der Menschenrechte einsetzte. Dafür musste sie ins Exil.

Seit 2004 war sie mit Unterbrechung Mitglied im Menschenrechtsrat. Die Aktivistin kritisierte offen die zunehmenden Repressionen gegen die russische Opposition.

Im Juli 2017 zum 90. Geburtstag von Alexejewa hatte der russische Präsident Wladimir Putin der Kremlkritikerin persönlich zum Geburtstag gratuliert. Er besuchte die Aktivistin in ihrer Wohnung im Zentrum Moskaus und trank mit ihr Sekt.

"Ich beschäftige mich mein ganzes Leben lang mit weiss der Teufel was, und jetzt kommt der Präsident mit Glückwünschen. Früher gab es so etwas nie", sagte die Menschenrechtlerin damals der Agentur Interfax zufolge. Das persönliche Treffen sei völlig überraschend gewesen, berichtete die Aktivistin.

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