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Russlands Wirtschaftsminister Alexei Uljukajew anlässlich einer Medienkonferenz in Genf - jetzt wurde er in Russland verhaftet. (Archivbild)

KEYSTONE/VALENTIN FLAURAUD

(sda-ats)

Der russische Wirtschaftsminister Alexei Uljukajew ist wegen Bestechung verhaftet worden. Er habe zwei Millionen Dollar Schmiergeld für eine "positive" Bewertung erhalten, teilte die staatliche Untersuchungskommission am Dienstag mit.

Dies habe zur Übernahme von 50 Prozent am staatlichen Ölkonzern Bashneft durch den Energieriesen Rosneft geführt. Uljukajew ist der Politiker mit dem höchsten Rang, der seit 1991 verhaftet wurde.

Die Untersuchungskommission, die direkt an Präsident Wladimir Putin berichtet, erklärte, sie werde die Anklagepunkte bald veröffentlichen. Uljukajew sei direkt nach seinem Verhör festgenommen worden, sagte ein Mitglied der Kommission der Nachrichtenagentur Reuters.

Der frühere stellvertretende Nationalbankchef Uljukajew ist seit 2013 Minister für wirtschaftliche Entwicklung. Er gilt als einer der liberalen Spezialisten, die Russlands Wirtschaft trotz Krise am Laufen halten.

Russland hatte die Pläne zur Teilprivatisierung von Bashneft im Sommer vorübergehend auf Eis gelegt, weil sie für Unruhe in Wirtschaft und Politik sorgten. Umstritten war, ob der ebenfalls staatlich gelenkte Konzern Rosneft überhaupt für Bashneft bieten darf. Rosneft hatte im Oktober 50 Prozent an Bashneft für 330 Milliarden Rubel (fünf Milliarden Dollar) übernommen.

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SDA-ATS