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Moskau unterstützt Syrien nach Angaben der US-Regierung mit Kampfhelikoptern. Dies sei "der neuste Informationsstand", sagte Aussenministerin Hillary Clinton am Dienstag in Washington.

Die USA seien besorgt, dass diese Lieferung an Präsident Baschar Assad "den Konflikt ziemlich dramatisch eskalieren lassen" werde. In einer Rede am Brookings-Institut forderte Clinton Russland auf, stattdessen gemeinsam mit den USA an einer politischen Lösung zu arbeiten.

Russland hat sich wiederholt gegen ein militärisches Eingreifen der internationalen Gemeinschaft in Syrien ausgesprochen und im UNO-Sicherheitsrat Resolutionen gegen das Land verhindert.

Folter an Kindern sorgt für Entsetzen

Zuvor hatten Berichte über Folterungen von Kindern durch syrische Soldaten für Entsetzen gesorgt. In der jährlichen "Liste der Schande" über das Schicksal von Kindern in Konfliktgebieten schreibt die UNO über Folter mit glühenden Zigaretten oder Stromschlägen an den Genitalien.

In mehreren Fällen seien Kinder verschleppt und als menschliche Schutzschilde benutzt worden. Sie habe "selten solche Brutalität gesehen", wie sie die syrische Armee Kindern antue, sagte die UNO-Beauftragte für Kinder in bewaffneten Konflikten, Radhika Coomaraswamy, in New York.

Der UNO-Bericht erfasst Ermittlungen zu Vorfällen bis einschliesslich März 2012. "Sogar Neunjährige wurden Opfer von Tod und Verstümmelung, willkürlicher Festnahme, Haft, Folter und Misshandlung einschliesslich sexueller Gewalt", heisst es.

In dem Dorf Ayn l'Arus wurden laut Augenzeugen im März mehrere Dutzend Kinder zwischen acht und 13 Jahren von Soldaten und Milizen bei einer Razzia des Dorfes vor die Fenster der Busse gestellt, in denen Truppen sassen.

Aufseiten der Aufständischen gebe es "einige glaubwürdige Vorwürfe", dass die Freie Syrische Armee (FSA) und andere Gruppen Kinder rekrutierten. Diese seien mit Waffen und in Tarnkleidung gesehen worden, hiess es unter Berufung auf "verschiedene Quellen" in dem Bericht. Die FSA hat nach eigenen Angaben eine Altersgrenze von 17 Jahren.

Bei dem seit 15 Monaten anhaltenden Aufstand gegen Präsident Baschar al- Assad sind laut UNO mehr als 10'000 Menschen getötet worden.

SDA-ATS