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Nach einem Angriff auf die russische Botschaft in Tripolis hat Moskau sein diplomatisches Personal aus der libyschen Hauptstadt abgezogen. Die Mitarbeiter und ihre Familien seien ausser Landes gebracht worden, weil Libyen nicht für ihre Sicherheit garantieren könne.

Das Botschaftspersonal und die Angehörigen seien wohlbehalten nach Tunesien gelangt, sagte der Sprecher des russischen Aussenministeriums, Alexander Lukaschewitsch am Donnerstag.

Am Freitag sollten sie nach Moskau weiterreisen. Eine Delegation werde in Tunesien bleiben, um den Kontakt zur libyschen Seite aufrecht zu erhalten. Das Ministerium rate Russen derzeit von Reisen nach Libyen ab, fügte Lukaschewitsch hinzu.

Dutzende wütende Demonstranten hatten am Mittwochabend versucht, die Botschaft zu stürmen. Sie setzten ein vor dem Gebäude geparktes Auto in Brand und beschädigten die Eingangspforte. Das russische Aussenministeriums sprach von einer "Attacke bewaffneter Rebellen". Sicherheitskräfte drängten die wütende Menge zurück und brachten das Botschaftspersonal in Sicherheit.

Zwei Tote

Zwei Libyer wurden bei dem Einsatz getötet, wie der libysche Aussenminister Mohammed Abdelasis sagte. Weitere Details nannte er nicht.

Ministeriumssprecher Lukaschewitsch bestätigte unterdessen Berichte, wonach die Ausschreitungen im Zusammenhang mit dem Mord an einem libyschen Soldaten stehen. Eine Russin habe den Offizier getötet und dessen Mutter mit einem Messer angegriffen. Die Frau sei festgenommen worden. Die Ermittlungen dauerten an.

Nach Medienberichten soll sie den Soldaten wegen seiner Rolle während der Revolte gegen Libyens früheren Machthaber Muammar al-Gaddafi getötet haben. Die Russin lebte offenbar seit 2011 in Libyen, wo sie als Autorin einer russischsprachigen Internetseite über Gaddafi gearbeitet haben soll.

SDA-ATS