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66 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges hat Russland mit einer gewaltigen Militärparade auf dem Roten Platz in Moskau den Sieg über Hitler-Deutschland gefeiert. Rund 20'000 Soldaten marschierten bei der Parade am Kreml vorbei - deutlich mehr als in den Vorjahren.

"Ich danke den Veteranen für ihren aufopfernden Kampf für die Freiheit der Menschen und die Würde des Landes", sagte der russische Präsident und Oberbefehlshaber der Streitkräfte, Dmitri Medwedew. Im Zweiten Weltkrieg waren 8,7 Millionen Sowjet-Soldaten ums Leben gekommen.

Während der im Fernsehen übertragenen Parade waren Panzer und schwere Kriegstechnik zu sehen. Medwedew wies in seiner Rede auch auf die heutige Teilnahme Russlands an internationalen Friedensmissionen hin. Auch Regierungschef Wladimir Putin nahm an der gut einstündigen Gedenkfeier teil.

Um für schönes Wetter zu sorgen, vertrieben Spezialflugzeuge mächtige Regenwolken über Moskau. Maschinen vom Typ Iljuschin und Antonow "impften" die Wolken hunderte Kilometer vor der Hauptstadt mit einer Mixtur aus Stickstoff und einer Silberlegierung oder mit einem Zementpuder, damit sie bereits dort abregnen. Nach Angaben des meteorologischen Dienstes der Luftwaffe verfügt nur Russland über diese Methode.

Auch in zahlreichen anderen Städten zwischen Kaliningrad und Wladiwostok wurde des Kriegsendes in Europa gedacht. Dass Russland den Sieg über das nationalsozialistische Deutschland einen Tag später als andere Länder feiert, liegt an der Zeitverschiebung.

20 Millionen Tote

Der Beginn der Waffenruhe war 1945 auf den 8. Mai um 23 Uhr mitteleuropäischer Zeit festgelegt worden. In Moskau war es da 1 Uhr - am 9. Mai. Zum 66. Gedenktag zeigte das russische Fernsehen Filme wie die deutsche Produktion "Der Untergang" (2004), der zum Teil in St. Petersburg gedreht worden war.

Insgesamt starben während des Zweiten Weltkrieges etwa 20 Millionen Bürger der UdSSR - durch Kämpfe, Erschiessungen, Verhungern oder Versklavung in Kriegsgefangenschaft. Viele sowjetischen Juden wurden zudem von den Nazis erschossen oder vergast, oder sie wurden von Mitgliedern anderer Volksgruppen in "spontanen" Gewaltausbrüchen getötet.

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SDA-ATS