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Russland und die USA wollen angesichts der Luftangriffe Moskaus in Syrien schon bald militärische Gespräche dazu aufnehmen. Diese vereinbarten die Aussenminister beider Länder.

Der russische Aussenminister Sergej Lawrow und sein US-Kollege John Kerry kamen am Mittwoch (Ortszeit) zum dritten Mal binnen weniger Tage am Rande der UNO-Vollversammlung zusammen. Sie hätten sich verständigt, "so schnell als möglich" ein Gespräch auf militärischer Ebene zur Entschärfung des Konflikts zu führen, sagte Kerry bei einer gemeinsamen Medienkonferenz.

Lawrow bestätigte die Einigung auf ein baldiges Treffen auf militärischer Ebene. Kerry zufolge ging es in dem Gespräch auch um politische Perspektiven für Syrien.

Bei einer Sitzung des UNO-Sicherheitsrats sagte Kerry, sollten sich die Luftangriffe gegen die IS-Terrormiliz richten, "sind wir bereit, diese Bemühungen zu begrüssen". Der syrische Machthaber Baschar al-Assad dürfe aber nicht gestützt werden.

Russland hatte am Mittwoch erstmals Luftangriffe in Syrien geflogen. Die USA hatten zuvor stets davor gewarnt, dass es ohne Absprachen Zusammenstösse zwischen russischen und Flugzeugen der US-geführten Koalition kommen könnte, die Luftangriffe gegen den IS fliegt.

Nach Angaben Moskaus wurden bei 20 Angriffen acht IS-Ziele bombardiert. Westliche Regierungen und die syrische Opposition äusserten Zweifel an dieser Darstellung. Laut der wichtigsten Oppositionsgruppe Syrische Nationale Koalition wurden bei einem Luftangriff in der Provinz Homs 36 Zivilisten getötet.

Angriffe auf Gegner Assads

In einer Erklärung wies Lawrow am Donnerstag Zweifel an den Zielen der russischen Luftangriffe zurück. Die "Gerüchte", dass es sich bei den Zielen nicht um IS-Stellungen gehandelt habe, seien unbegründet. Es gebe auch keine Hinweise darauf, dass bei den Angriffen Zivilisten getötet worden seien.

Lawrow bekräftigte, dass Russland auf Bitte von Assad in Syrien eingegriffen habe. Es gehe dabei ausschliesslich um den Kampf gegen den IS und "andere Terrorgruppen".

Am Donnerstag setzte Russland seine Angriffe in Syrien fort. In der Nacht attackierten acht Kampfjets nach Angaben Moskaus vier IS-Stellungen in den Provinzen Idlib, Hama und Homs. Dabei seien ein "Hauptquartier von Terrorgruppen" und ein Waffenlager in Idlib, eine Kommandozentrale in Hama und eine Autobombenfabrik in Homs zerstört worden.

Nach Angaben aus syrischen Sicherheitskreisen richteten sich die Luftangriffe nicht gegen den IS, sondern gegen Stellungen anderer Rebellengruppen. In der westlichen Stadt Hama seien Waffenlager "bewaffneter Gruppen" und in der nordwestlichen Provinz Idlib Stützpunkte der sogenannten Eroberungsarmee in Dschisr al-Schughur und Dschabal al-Sawija angegriffen worden.

Nicht nur gegen IS-Terrormiliz

In der Eroberungsarmee haben sich die mit Al-Kaida verbündete Al-Nusra-Front und andere islamistische Rebellengruppen zusammengeschlossen. Sie kontrolliert die gesamte Provinz Idlib und rückte zuletzt auf Latakia vor, eine Hochburg von Präsident Assad. In Latakia ist der russische Militärstützpunkt.

Die Rebellenallianz ist ein Gegner der IS-Miliz, gegen die sich die russischen Luftangriffe nach Darstellung der Regierung in Moskau eigentlich richten. Der libanesische Sender al-Mayadeen TV berichtete am Donnerstag von mindestens 30 neuen russischen Angriffen. Schwerpunkt der angegriffenen Ziele sei die nordwestliche Stadt Dschisr al-Schughur gewesen.

Ein Sprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin sagte, Russland richte seine Angriffe in Syrien nicht nur gegen den IS. "Die Ziele werden in Zusammenarbeit mit dem syrischen Militär in Syrien ausgewählt", führte Dmitri Peskow aus.

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SDA-ATS