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Erinnerung an den Volksaufstand vor 60 Jahren: Eine Äusserung des russischen Botschafters sorgt in Ungarn für Verstimmung. (Symbolbild)

KEYSTONE/AP MTI/SZILARD KOSZTICSAK

(sda-ats)

Das ungarische Aussenministerium hat den russischen Botschafter in Budapest einbestellt. Grund sind "herabwürdigende" Bemerkungen zum Volksaufstand von 1956.

"Wir werden absolut klarstellen, dass wir herabwürdigende Bemerkungen zum Aufstand von 1956 und zu seinen Helden von niemandem hinnehmen", erklärte das Ministerium am Dienstag. Das russische Staatsfernsehen hatte den Aufstand als "Krawall" bezeichnet und dabei das russische Wort "Pogrom" genutzt, das ursprünglich keine antisemitische Bedeutung hat.

In Ungarn jedoch, wo während der Nazi-Herrschaft hunderttausende Juden deportiert und umgebracht wurden, ist das Wort "Pogrom" eindeutig negativ besetzt.

Zudem hiess es in dem russischen Fernsehbericht, während des Aufstandes 1956 seien "tausende von früheren Nazis" aus dem Gefängnis freigekommen. Es wurde nahegelegt, dass der Aufstand vom "Westen" ferngesteuert worden sei.

2000 Tote

Beim Ungarn-Aufstand protestierte vor 60 Jahren die Bevölkerung gegen die Einparteiendiktatur in dem Land und gegen den Einfluss der Sowjetunion. Die sowjetische Armee schlug den Aufstand blutig nieder. Es gab rund 2000 Tote, 200'000 Ungarn gingen ins Exil. Nach der Wende 1989 erklärte Ungarn den Beginn des Aufstands am 23. Oktober zum Nationalfeiertag.

Eine kürzlich veröffentlichte Umfrage des Lewada-Instituts ergab, dass die Hälfte der Russen die Ansicht vertritt, die Niederschlagung des Ungarn-Aufstands sei zu Recht erfolgt.

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SDA-ATS