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Russlands Präsident Dmitri Medwedew hat die Abschaffung der Winterzeit in seinem Land angeordnet. Der Entscheid soll bereits im kommenden Herbst umgesetzt werden.

Die Zeitumstellung belaste den Organismus und rufe Stress hervor, sagte Medwedew am Dienstag laut Agenturberichten bei einer Zusammenkunft mit Wissenschaftlern.

Wie in vielen anderen Staaten wurden die Uhren in Russland bisher im Herbst um eine Stunde zurück- und im Frühling wieder vorgestellt. Die saisonale Zeitumstellung war nach den Ölkrisen der 70er Jahre aus Gründen der Energieeinsparung eingeführt worden.

Zeitzonen reduziert

Ende 2009 hatte Medwedew die Abschaffung vorgeschlagen und das Wirtschaftsministerium mit der Prüfung beauftragt. Mit der Neuregelung werden beispielsweise Moskau und St. Petersburg der Schweiz zwischen Ende Oktober und Ende März drei statt bislang zwei Stunden voraus sein.

Im vergangenen Jahr hatte Russland bereits die Zahl der Zeitzonen von elf auf neun reduziert, um so eine bessere Verwaltung zu ermöglichen. Experten schlagen sogar vor, das Riesenreich in lediglich vier Zeitzonen aufzuteilen.

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SDA-ATS