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Die zweifache Ironman-Weltmeisterin Daniela Ryf kann am Samstag an der 70.3-Ironman-WM in Chattanooga im US-Bundesstaat Tennessee die "Mitteldistanz-Krone" zurückholen und Geschichte schreiben.

Im Vorjahr hatte sich die Solothurnerin in Australien mit dem 4. Rang begnügen müssen. Holly Lawrence düpierte damals die Konkurrenz. Die Engländerin, seit dieser Saison eine Teamkollegin von Ryf im "Bahrain Elite Endurance Triathlon Team", will den Titelgewinn nun unbedingt wiederholen.

Ryf könnte derweil mit einem Triumph einen Eintrag in die Geschichtsbücher schaffen. In der seit 2006 ausgetragenen WM über 1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren und 21,1 km Laufen hat bislang noch kein Mann oder keine Frau schon dreimal diesen WM-Titel geholt. Ryf ist zweifache 70.3-Ironman-Weltmeisterin (2014, 2015).

Beim letzten Testwettkampf präsentierte Ryf am Allgäu-Triathlon vor drei Wochen ihre Topform über die fast identische Distanz. Über 1,9 km Schwimmen, 84 km Radfahren und 20 km Laufen gewann sie mit über 22 Minuten Vorsprung. In der Overall-Wertung musste die 30-Jährige nur vier Männern den Vortritt lassen, unter anderen dem zweifachen Ironman-Weltmeister Jan Frodeno aus Deutschland. Der 36-Jährige, der 2008 Olympiasieger geworden war, erreichte das Ziel an diesen deutschen Mitteldistanz-Meisterschaften bloss 13 Minuten vor Ryf.

Bereits Ende Juli in einem sogenannten 5150-Triathlon mit Windschattenfahrverbot über die olympische Distanz in Zürich hatte die zweifache Ironman-Weltmeisterin Ryf eine Top-Leistung auf dem Level der Männer-Podestplätze abgeliefert.

Harziger Saisonstart

Dabei hatte Ryf zu Saisonstart noch mit Verletzungsproblemen zu kämpfen. Wegen Rückenproblemen konnte sie im Frühjahr über Wochen hinweg nur in reduziertem Umfang trainieren. Dennoch gewann sie unter anderem die afrikanischen Ironman-Meisterschaften in Südafrika und verteidigte sie auch ihren Titel an der Challenge Roth (ebenfalls über die Ironman-Distanz) jeweils ungefährdet.

Im WM-Männerfeld vom Sonntag in Chattanooga fehlen Schweizer Teilnehmer. Ruedi Wild verzichtet, weil er sich voll auf die Ironman-WM auf Hawaii (14. Oktober) konzentriert. Im Vorjahr hat Wild mit dem 3. Rang den bislang einzigen Schweizer Podestplatz bei den Männern in der Geschichte dieser WM realisiert.

Auf Hawaii will auch Ryf wieder glänzen. Im Vorjahr hatte sie mit Streckenrekord und über 20 Minuten Vorsprung ihren Titel aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigt.

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SDA-ATS