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Hamburg - Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt hat ein Portier in Deutschland am Dienstagabend einen lebenden Säugling in einem Koffer entdeckt. Das ein Tag alte Mädchen wurde offenbar vor dem Hotel in Hamburg ausgesetzt.
Das Neugeborene sei wohlauf und habe sich zu keinem Zeitpunkt seit der Aufnahme in einem kritischen Zustand befunden, sagte Axel von der Wense, Arzt des Altonaer Kinderspitals, am Mittwoch. Das Mädchen sei mit 2200 Gramm und 45 Zentimetern Körpergrösse lediglich ein wenig untergewichtig und müsse deshalb noch ein paar Tage im Spital überwacht werden.
Der Portier des Hotels im Hamburger Kongresszentrum CCH wurde am späten Dienstagnachmittag von einem Passanten auf einen herrenlosen Koffer aufmerksam gemacht, wie die Polizei erklärte. Er habe den Koffer für eine Bombe gehalten und einen Sicherheitsmitarbeiter verständigt, sagte der 60-jährige Mann.
Wimmern aus dem Koffer
Bei einer teilweisen Öffnung fand der Sicherheitsmitarbeiter jedoch Kleidungsstücke und stellte den Trolley in der Loge ab. Etwas später hörte der Pförtner ein Wimmern aus dem Koffer und öffnete ihn vollständig. Dabei entdeckte er den Säugling inmitten der Kleidung, gehüllt in einen hellblauen Schlafsack und bekleidet mit Strampler und Mütze.
Die Nabelschnur des Kindes sei mit einem Bindfaden abgebunden gewesen, sagte Spitalarzt von der Wense. Der Verdacht liege nahe, dass das Kind ohne medizinische Aufsicht geboren wurde. Es sei deshalb nicht auszuschliessen, dass auch die Mutter eine ärztliche Nachsorge benötige. Nach ihr wird deshalb gefahndet.
Bei dem Säugling liegen keine Hinweise auf körperliche Misshandlungen vor. Auch ein frühkindliches Trauma durch die Zeit im Koffer schliesse er eher aus, sagte von der Wense. Die aufnehmende Krankenschwester habe das Kind vorläufig "Marie" genannt.
Hätte das Kind länger in dem 30 mal 50 Zentimeter grossen Koffer gelegen, wäre es vermutlich gestorben. "Das Kind hätte schon nach einer halben Stunde ersticken oder - obwohl es gut eingepackt war - auch erfrieren können", sagte von der Wense.

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SDA-ATS