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Los Angeles - In der Anhörung gegen Michael Jacksons Leibarzt Conrad Murray hat ein Sanitäter den Mediziner beschuldigt, ihm in der Todesnacht wichtige Informationen vorenthalten zu haben.
Der Sanitäter Richard Senneff, der per Notruf zum Anwesen des Popstars gerufen worden war, sagte in Los Angeles aus, Murray habe verschwiegen, dass er dem Sänger das Narkosemittel Propofol verabreicht hatte. Der Arzt habe lediglich gesagt, dass er Jackson das Beruhigungsmittel Lorazepam gegeben habe, um ihm beim Einschlafen zu helfen.
Der Körper des Sängers sei kalt gewesen, Hände und Füsse hätten sich blau verfärbt. Murray habe ihm gesagt, dass Jackson gerade erst das Bewusstsein verloren habe. Angesichts von dessen Zustand sei es aber offensichtlich gewesen, dass der Popstar bereits seit mindestens 20 Minuten ohne Bewusstsein gewesen sei.
Nachdem es ihm nicht gelungen sei, Jackson mit Medikamenten, einem Beatmungsgerät oder anderen Massnahmen wiederzubeleben, habe er seine Wache im UCLA Medical Center angerufen. Dann habe er Jacksons Leichnam in seine Ambulanz gebracht.
Als er ins Schlafzimmer zurückging, habe Murray neben dem Bett gestanden. "Er hatte eine weisse Plastik-Mülltüte und hob Zeug auf", sagte Senneff vor Gericht. Murray begleitete Jacksons Leichnam in der Ambulanz zum Spital. Wiederbelebungsversuche verliefen auch dort erfolglos, der Sänger wurde um 02.27 Uhr für tot erklärt.
Die Staatsanwaltschaft wirft Murray vor, es habe bei seinen Handlungen "extreme Abweichungen vom Pflegestandard" gegeben. Staatsanwalt David Walgren will beweisen, dass Murray bis zu 21 Minuten wartete, bevor er den Rettungsdienst rief.
Die von grossem Medieninteresse begleitete Anhörung in Los Angeles soll voraussichtlich bis nächste Woche dauern. Am Ende entscheidet dann der Richter, ob es genug Beweise gibt, um Murray den Prozess wegen fahrlässiger Tötung zu machen. Im Falle einer Verurteilung drohen dem Arzt bis zu vier Jahre Haft und der Entzug seiner Lizenz.

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SDA-ATS