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Als erster ausländischer Staatschef seit Beginn der Katastrophe hat der französische Präsident Nicolas Sarkozy Japan besucht und dem Land Hilfe angeboten. Japans Regierung lehnte eine Ausweitung der Evakuierungszone um das havarierte Atomkraftwerk Fukushima 1 ab.

Dazu bestehe im Moment keine Notwendigkeit, sagte ein Regierungssprecher am Donnerstag. Die Lage werde von Tag zu Tag neu bewertet.

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace fordert eine Ausweitung der Sperrzone auf 40 Kilometer, um die Bevölkerung vor Strahlen zu schützen. Nach der UNO-Atomenergiebehörde (IAEA) empfahl auch die japanische Nuklearaufsicht der Regierung, eine Ausweitung der Evakuierungszone zu erwägen.

Um das AKW gilt bislang eine Sperrzone von 20 Kilometern, wovon mehr als 70'000 Menschen betroffen sind. In einem Umkreis von weiteren zehn Kilometern wird den Einwohnern empfohlen, das Gebiet freiwillig zu verlassen oder sich zumindest nicht im Freien aufzuhalten. Nach IAEA-Angaben wurden aber auch in einem Dorf 40 Kilometer von Fukushima entfernt hohe Strahlungswerte gemessen.

Würde die Sperrzone um nur zehn Kilometer erweitert, müssten 136'000 Menschen in Sicherheit gebracht werden, was die Behörden vor eine logistische Herausforderung stellen dürfte. Auch deshalb warnt die Regierung vor Überreaktionen.

Radioaktivität im Wasser steigt

Auch drei Wochen nach dem gewaltigen Erdbeben muss Japan mit der Gefahr eines Super-GAU in Atomkraftwerkwerk Fukushima leben.

Die Strahlenbelastung im Meer vor der Anlage stieg auf neue Höchstwerte. Im Meer vor dem AKW sei die Jod-Konzentration mehr als 4385-fach höher gewesen als erlaubt, berichtete die Atomaufsichtsbehörde. Wie das radioaktive Jod aus dem Kraftwerk ins Meer kommt, ist nicht klar.

Eine Gefahr für die Gesundheit bestehe durch die hohen Werte nicht, betonte die Behörde. Radioaktives Jod habe eine Halbwertszeit von acht Tagen und löse sich in Wasser schnell auf.

Sarkozy will globale Sicherheitsstandards

Frankreichs Präsident Sarkozy verteidigte in Japan die Atomenergie. Die Welt brauche Atomkraft, um den Klimawandel zu bekämpfen. Zugleich forderte er, die internationale Gemeinschaft solle über neue Sicherheitsstandards für AKW diskutieren. "Wir müssen uns dieser Anomalie annehmen, dass es keine internationalen Sicherheitsvorschriften für nukleare Fragen gibt", sagte Sarkozy.

Die Gruppe der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) solle sich bis Ende des Jahres auf ein internationales Regelwerk zum Schutz vor AKW-Unglücken einigen.

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SDA-ATS