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SBB-Chef Andreas Meyer will, dass die Billettpreise im Fernverkehr bis 2020 nicht erhöht werden müssen. (Archivbild)

Keystone/THOMAS DELLEY

(sda-ats)

SBB-Chef Andreas Meyer will, dass die Billettpreise im Fernverkehr bis 2020 nicht erhöht werden müssen. Wie er in einem Zeitungsinterview sagte, träumt er gar von Preissenkungen.

Der Traum von tieferen Preisen "wird Notwendigkeit werden", sagte Meyer im Interview mit der "SonntagsZeitung" und der Westschweizer Sonntagszeitung "Le Matin Dimanche". Denn die Automobilhersteller wollten das Autofahren billiger machen und sähen ein grosses Potenzial für Kostensenkungen.

Auf stabile Preise gedrängt

"Wir arbeiten darum daran, dass wir im Fernverkehr bis ins Jahr 2020 möglichst keine Preiserhöhungen machen müssen", sagte Meyer. Er habe die Branche dazu gedrängt, die Billettpreise in Zukunft möglichst stabil zu halten. "Das war zuerst auch bei uns in den SBB nicht unumstritten."

Vergangenen Donnerstag teilte die Tarifgemeinschaft Direkter Verkehr Schweiz (ch-direct) mit, dass die Fahrpreise auf nationaler Ebene im nächsten Jahr nicht erhöht werden.

Die höheren Trassenpreise hätten mit dem Fahrpreis-Anstieg vom Dezember 2016 zwar nicht vollständig kompensiert werden können. Dank Kostensenkungsmassnahmen und Effizienzsteigerungen in der Branche könne aber doch - vorderhand - auf Preiserhöhungen verzichtet werden.

Den Verzicht auf Preiserhöhungen will Meyer damit wettmachen, dass mehr Zug gefahren wird und die Züge besser ausgelastet sind. Im Regionalverkehr liege die Auslastung derzeit bei 20 Prozent, im Fernverkehr bei 30 Prozent. "Das ist zu wenig".

Den Wert zu erhöhen, sei allerdings schwierig. Zurzeit setze die SBB vor allem auf Informationen für die Passagiere. "Im Fahrplan weisen wir Kunden prominent auf die Auslastung der Züge hin." Und die App "SBB Mobile" schlage alternative Züge mit weniger Auslastung vor. "Solche Informationsangebote verbessern wir laufend."

Flexiblere Arbeitszeiten verlangt

Um die Züge gleichmässiger auszulasten, verlangt Meyer ausserdem, dass Unternehmen ihre Angestellten flexibler arbeiten lassen. Auch preisliche Anreize sieht er als Abhilfe und verweist dabei auf die Sparbillette im Angebot der SBB. Und: "Ich kann nicht ausschliessen, dass künftig Fahrten während der Stosszeiten teurer werden."

Meyer äusserte sich auch zu den Zahlen von SBB Cargo. Diese sei nach zwei guten Jahren schlecht ins Jahr 2017 gestartet, und die Verluste liessen sich bis Ende Jahr "wahrscheinlich nicht mehr aufholen". Besonders betroffen sei der Wagenladungsverkehr.

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SDA-ATS