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Löschflugzeug über einem Brandherd in Pedrogao Grande (Archiv)

KEYSTONE/AP/PAULO DUARTE

(sda-ats)

Die Waldbrände in Portugal haben seit Jahresbeginn 616 Quadratkilometer Land niedergebrannt. Die zerstörte Fläche von der Grösse des Kantons Glarus ist die grösste seit zehn Jahren, wie aus einem Bericht des Instituts für Natur- und Waldschutz (ICNF) hervorgeht.

Allein der verheerende Waldbrand in Pedrógão Grande im Zentrum des Landes habe 200 Quadratkilometer zerstört, teilte das portugiesische Institut am Mittwoch in Lissabon weiter mit. Bei diesem Brand waren im Juni 64 Menschen ums Leben gekommen und mehr als 250 weitere verletzt worden.

Weitere 160 Quadratkilometer brannten im Juni durch ein Feuer in Góis im Bezirk Coimbra nieder. Die Schäden des Brandes in Pedrógão Grande bezifferten die Behörden auf knapp 200 Millionen Euro und sagten der Region Nothilfe insbesondere für die Landwirtschaft und die Reparatur von rund 500 beschädigten Häusern zu.

Nachdem die Polizei zunächst Blitzschläge als Auslöser des Brandes von Pedrógão Grande vermutet hatte, wird mittlerweile auch Brandstiftung nicht mehr ausgeschlossen. Das portugiesische Meeres- und Atmosphäreninstitut (Ipma) hatte am Sonntag erklärt, die Blitzschlag-Theorie sei "wenig wahrscheinlich". Die ersten Blitze seien in der Region mehr als drei Stunden nach Ausbruch des Brandes registriert worden.

Laut einer ICNF-Untersuchung der Jahre 2003 bis 2013 sind nur 1,5 Prozent der Waldbrände in Portugal erwiesenermassen natürlichen Ursprungs. Im Jahr 2013 wurden demnach 31 Prozent der Brände aus Versehen und 25 Prozent mit Absicht von Menschen gelegt. In vielen Fällen jedoch war die Ursache unklar. Seit Jahresbeginn nahm die Polizei 29 mutmassliche Brandstifter fest.

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SDA-ATS