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Nur noch das "Gläck" im Kopf: ein Schafbock auf dem Sprung zum Daubensee im Wallis.

KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT

(sda-ats)

Zum 61. Mal haben Berner und Walliser am Sonntag auf der Gemmi das Schäferfest gefeiert. Höhepunkt des folkloristischen Anlasses war das Zusammentreiben der rund 700 Schafe von den umliegenden Sommerweiden.

Mit dem "Gläck", einer Kleiemischung, die die Schafe fürs Leben gern haben, wurden die wolligen Vierbeiner angelockt. Die Schafe liessen sich nicht zwei Mal bitten und rannten und sprangen über Stock und Stein von den steilen Hängen hinunter ans Ufer des Daubensees, wo die Leckerei auf sie wartete.

Das Schäferfest wurde umrahmt von einem Feldgottesdienst und musikalischen Darbietungen. Am Nachmittag massen Berner und Walliser beim Seilziehen ihre Kräfte.

Nach dem Willen der Organisatoren soll das Fest die Zusammengehörigkeit zwischen den Kantonen Bern und Wallis fördern. Es wurde 1957 von Walliser Schäfern ins Leben gerufen und findet genau in der Mitte zwischen Alpauf- und Alpabzug statt.

Eine Woche nach dem Schäferfest auf der Gemmi findet im nahen Gasterntal ein weiterer, traditionsreicher Anlass statt: die Gasternpredigt. Seit 300 Jahren wird an dem Berggottesdienst jeweils aus der alten Gasternbibel gelesen. Sie wurde der Bevölkerung des Tales 1696 geschenkt, weil der Gang zum nächsten Gotteshaus in Frutigen oft nicht möglich war.

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