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Der Schauspieler Klaus Knuth ist tot. Der gebürtige Hamburger starb vergangenen Donnerstag 76-jährig in Küsnacht ZH, wie das Zürcher Schauspielhaus am Montag mitteilte. Knuth war von 1965 bis zu seiner Pensionierung 2000 im Ensemble der Pfauenbühne.

Danach arbeitete er als freier Schauspieler weiter und übernahm etwa 2008 die Hauptrolle des Albrecht von Haller in Lukas Bärfuss' Festspiel "Ebenda - Ein Gedächtnistheater".

Als der junge Klaus Knuth seinem Vater, dem berühmten Volksschauspieler Gustav Knuth, gestand, dass er ebenfalls auf die Bühne wolle, soll dieser laut herausgeprustet haben. Ursprünglich habe er Kameramann werden wollen, gestand Klaus Knuth einmal der "Braunschweiger Zeitung". Aber bei einer Schulaufführung im Internat habe er gemerkt, wie leicht ihm das Spielen fiel.

Klaus Knuth wurde am 26. August 1935 in Hamburg als Sohn des Schauspielerpaars Gustav Knuth und Gustl Busch geboren. Die ersten zehn Jahre wuchs er als Scheidungskind bei der Mutter in Hamburg auf. 1946, als Vater Knuth von Leopold Lindtberg nach Zürich berufen wurde, beschloss man, den Jungen aus dem kriegsversehrten Deutschland gleich mit in die heile Schweiz zu schicken.

Nur äusserlich ähnlich

Nach dem Schauspielstudium am Max-Reinhardt-Seminar Wien und ersten Engagements am Theater in der Josefstadt, dem Düsseldorfer Schauspielhaus und den Münchner Kammerspielen kam Klaus Knuth ans Zürcher Schauspielhaus. Dort stand er in den ersten Jahren auch neben seinem Vater auf der Bühne.

Obwohl er diesem sehr ähnlich sah, war er ein ganz anderer Charakter: Während der Vater meist zentrale, laute, joviale Typen gab, galt der Sohn als wandelbarer "Meister der Zurückhaltung", der auch Nebenrollen wie den zweiten Mörder in "Richard III." gern und mit vollem Einsatz spielte.

Dritte Knuth-Generation

Klaus Knuth wirkte zwar nicht annähernd in so vielen Filmen mit wie sein Vater, brachte es aber doch auf über 30 Kino- und Fernsehproduktionen. 1981 etwa spielte er neben Bruno Ganz in Kurt Gloors "Der Erfinder".

1957 stand Klaus Knuth als Prinz Ludwig in "Sissi - Schicksalsjahre einer Kaiserin" an der Seite von Romy Schneider und seinem Vater als Herzog Max von Bayern vor der Kamera. Und in der erfolgreichen TV-Serie "Die Powenzbande" (1973) war er die jüngere Ausgabe der Hauptperson Balthus Powenz, die von Vater Gustav gespielt wurde.

SDA-ATS