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Vergnügte Teilnehmer der Schlammparty in Paraty.

KEYSTONE/AP/LEO CORREA

(sda-ats)

Brasilianischer Karneval mal etwas anders: Während in Rio de Janeiro prächtige Kostüme das Bild prägen, haben sich zahlreiche Menschen im rund 250 Kilometer südlich gelegenen Paraty in Schlamm "gekleidet".

Nur mit oder Badekleidung "unten drunter" suhlten sie sich am Samstag (Ortszeit) in dem graubraunen Schlick, um dann von Kopf bis Fuss mit Schlamm bedeckt am Strand von Paraty zu heissen Rhythmen zu feiern, wie auf Fotos zu sehen war.

Dieses Spektakel findet seit mehr als 30 Jahren in der 500 Jahre alten Kleinstadt im Bundesstaat Rio de Janeiro statt und zieht Teilnehmer auch aus anderen Städten Brasiliens an.

Die Ursprünge dieser Schlammparty gehen auf das Jahr 1986 zurück, wie es auf der Webseite der Stadt heisst: Eine Gruppe von Freunden habe sich während der Feiern am Karnevalssamstag in jenem Jahr spontan mit Schlamm beworfen und war dann - praktisch kaum noch erkennbar und als eine Art prähistorischer Stamm - durch die denkmalgeschützte historische Altstadt von Paraty gezogen.

In Anlehnung an Brasiliens zahlreiche Musik- und Tanzgruppen, die sogenannten Blocos, nannten sie sich Bloco da Lama (etwa Schlamm-Gruppe). Doch nicht jedes Jahr wird den Anhängern dieser Karnevals-Variante der Gang durch die historischen Gassen genehmigt: Schlammspuren und Lärm begeistern dort nicht alle.

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SDA-ATS