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In Winterthur kam ein Bus ins Schleudern und landete in einem Vorgarten.

Stadtpolizei Winterthur

(sda-ats)

Zünftiger Schneefall hat am Montagmorgen der Alpennordseite ein weisses Erwachen beschert. Sogar in Basel - auf 260 Metern über Meer - fielen Schneeflocken. Autofahrer brauchten vielerorts Geduld. Am Flughafen Zürich hatten 75 Prozent der Flüge Verspätung.

Viele Passagiere am Flughafen konnten ihre Reise nicht pünktlich antreten. Bis zum späten Vormittag hatten 75 Prozent der Abflüge eine Verspätung von mehr als 15 Minuten. Flugzeuge mussten enteist und Pisten geräumt werden. "Es läuft recht gut, aber dauert etwas länger", sagte eine Sprecherin auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. 31 Flüge vielen aus, betroffen waren 16 Starts und 15 Landungen.

Unfälle und Staus

Wer mit dem Auto unterwegs war, brauchte am Montagmorgen vielerorts Geduld. Auf mehreren Autobahnen staute sich wegen schneebedeckter Fahrbahnen der Verkehr, wie der Verkehrsdienst TCS meldete. Verkehrsbehinderungen gab es auch auf Hauptstrassen. Einzelne Fahrabschnitte mussten gesperrt werden.

In Winterthur kam ein Stadtbus ins Rutschen und kollidierte mit einem parkierten Auto. Dieser Unfall führte zu weiteren: Zunächst gab es einem Auffahrunfall mit zwei Personenwagen, dann konnte ein weiterer Stadtbus nicht rechtzeitig bremsen, drehte sich und landete in einem Gartenzaun. Schliesslich kam auch noch der Rettungswagen ins Rutschen und kollidierte mit dem querstehenden Bus. Eine Person wurde leicht verletzt.

Bei der Kantonspolizei Aargau gingen am Montagmorgen rund 20 Unfallmeldungen ein. In den meisten Fällen kamen die Verkehrsteilnehmer bei schneebedeckten Strassen von der Fahrbahn ab und verursachten Selbstunfälle. Eine Person erlitt leichte Verletzungen.

Im Kanton Bern ereigneten sich am Montagmorgen über 30 Unfälle. In den allermeisten Fällen gingen diese glimpflich aus und es blieb beim Blechschaden. Einzig in Bätterkinden forderte ein Unfall zwei Leichtverletzte, wie eine Polizeisprecherin auf Anfrage sagte. Zu Unfällen kam es im ganzen Kantonsgebiet, vom Berner Jura bis ins Berner Oberland.

In der Stadt Bern etwa verkehrten zwar Trams und Busse, allerdings nicht mehr nach Fahrplan. Auch in Zürich konnten einige Haltestellen nicht angefahren werden, weil Busse die Steigungen nicht bewältigen konnten.

Schweiz wachte unter Schneedecke auf

Verbreitet gab es am Morgen fünf Zentimeter Neuschnee, wie SRF Meteo mitteilte. In Grenchen SO wurden etwa sechs Zentimeter gemessen, in Basel und in Hallau SH gab es vier Zentimeter. In Aarau, Zürich und Elm GL wurden zwei Zentimeter verzeichnet.

Tatsächlich dürften es aber noch etwas mehr sein, denn die Schneedecke wird täglich morgens um 7 Uhr gemessen. Zu diesem Zeitpunkt setzte der Schneefall aber gerade erst ein, wie SRF Meteo schreibt.

Verantwortlich für die Wetterlage ist eine Warmfront, die am Morgen die Schweiz erreichte. Weil in den Niederungen aber noch schwere, kalte Luft lag, schneite es bis in tiefe Lagen.

Beinahe-Rekord auf der Rigi

Am Nachmittag gehen laut den Meteorologen im Mittelland nur noch einzelne Schauer nieder. Weil es auch wieder milder wird, fällt in tiefen Lagen dann Regen oder Schneeregen. Entlang den nördlichen Voralpen und Alpen gibt es auch am Montagnachmittag noch Schneefall.

Dort wächst somit die Schneedecke weiter an. An den Voralpen liegen die Gesamtschneehöhen "im Bereich der jahreszeitlichen Rekorde", wie es weiter heisst. Auf der Rigi lagen am Sonntag 154 Zentimeter Schnee. Das war für einen 17. Dezember der zweithöchste Wert in der 45-jährigen Messreihe.

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SDA-ATS