Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Schneeleopardin Dshamilja im Zoo Zürich ist zum fünften Mal Mutter geworden. In der Nacht auf letzten Samstag brachte sie ein Junges auf die Welt. Dessen Geschlecht steht noch nicht fest. Deshalb hat es auch noch keinen Namen, wie der Zoo am Mittwoch mitteilte.

Die Mutter kümmere sich "sehr routiniert und sicher" um ihren Nachwuchs, heisst es in der Mitteilung. Auch Vater Villy hat schon nach seinem Kleinen gesehen. Er sei "überaus freundlich" zu ihm. Villy besuche den Nachwuchs, wenn Mama Dshamilja zum Fressen oder für einen kleinen Rundgang kurz die Wurfbox verlasse.

Er begrüsse das Neugeborene freundlich, sagte Kurator Robert Zingg auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Bei früheren Geburten habe man beobachtet, dass er sich auch mal zu ihm gelegt habe. Sich um das Jungtier wirklich zu kümmern, sei allerdings "nicht sein Job",

Dass die Mutter ihrem Partner derart vertraut, ist gar nicht selbstverständlich. Bei vielen Katzen lässt das Weibchen den Kater nicht einmal in die Nähe der Jungen, da er ihnen gefährlich werden kann, wie Zingg sagte. Die Schneeleoparden hätten aber ein sehr gutes Verhältnis untereinander.

In den ersten Wochen lebt das Neugeborene ausschliesslich in der Wurfbox, beobachtet von einer Kamera. Zoobesucherinnen und -besucher können via Bildschirm im Besucherbereich einen Blick in die Box werfen. Mit rund sechs Wochen macht das Schneeleopardenkind dann erste Ausflüge ins Freie.

Wenn es dann seine erste Impfung bekommt - laut Zingg mit rund zwei Monaten - wird auch gleich sein Geschlecht festgestellt. Und dann erhält es seinen Namen, der dieses Jahr mit M beginnt.

In der Falle von Wilderern

Die heute 12-jährige Dshamilja war als Jungtier in Kirgistan von Wilderern gefangen und am Hinterfuss schwer verletzt worden. Sie hinkt noch heute. Das Tier wurde von Wildhütern beschlagnahmt und gelangte via einen deutschen Zoo im Herbst 2001 nach Zürich. Der neunjährige Villy stammt aus dem Zoo Tallin (Estland). Er lebt seit 2006 in Zürich.

Schneeleoparden sind in ihrem Verbreitungsgebiet im Himalaya stark gefährdet. Rund 200 Tiere werden in europäischen Zoos gehalten. Ihre Zucht wird mit dem Europäischen Erhaltungszucht-Programm koordiniert.

SDA-ATS