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Bern - Der Berner Nationalrat Johann Schneider-Ammann bewirbt sich für die Freisinnigen (FDP) um den Sitz des abtretenden Bundesrats Hans-Rudolf Merz. Er gab seinen Entscheid am Mittwoch in Bern bekannt.
Er wolle dem Werkplatz Schweiz in der Landesregierung mehr Nachdruck verleihen, sagte Schneider-Ammann in Bern vor zahlreich erschienenen Bundeshausmedien. Er wolle seinen Beitrag zu "Prosperität und Zusammenhalt" leisten.
Mit seiner Kandidatur folge er dem Ruf seiner Partei und breiter Bevölkerungskreise. Die Konkordanz sei ein Erfolgsrezept und er wolle sie erhalten. Es gelte die Kräfte zusammenzuführen, damit "die kleine Volkswirtschaft Schweiz" ihre Errungenschaften behaupten könne.
Szenario für Firmenübergabe steht
Sollte er am 22. September gewählt werden, gebe er seine Firma ab. Dann trete das Szenario in Kraft, das seit Jahren bestehe. Die sechste Generation seiner Familie stehe in den Startlöchern.
Dass mit SP-Ständerätin Simonetta Sommaruga eine zweite Kandidatur aus dem Kanton Bern besteht, stört Schneider-Ammann nicht. Derzeit stammten zwei Bundesräte aus dem Kanton Zürich. Die Bundesversammlung müsse ihre Prioritäten selbst festlegen.
Gegenüber seiner möglichen FDP-Mitkandidatin, der St. Galler Regierungsrätin Karin Keller-Suter, sieht Schneider-Ammann keine Probleme. Ausschlaggebend für die Wahl in den Bundesrat dürften weder Geschlecht noch geografische Herkunft sein.
Dass er angesichts der Wählererosion seiner FDP ein Bundesrat auf Zeit sein könnte, gehört für Schneider-Ammann zum Risiko eines Politikerlebens. Konkret wäre das genau ein Jahr bis nach den Wahlen im Herbst 2011. Er sei sein Leben lang Risiken eingegangen.
Dritter bekannter Bewerber
Damit ist der Unternehmer und Präsident des Industrieverbands Swissmem der dritte Bewerber aus den Reihen der FDP für den freiwerdenden Sitz der Partei im Bundesrat. Neben ihm meldeten der Zürcher Nationalrat Ruedi Noser und sein Tessiner Ratskollege Ignazio Cassis Kandidaturabsichten an.

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SDA-ATS