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Für die Young Boys ist schon die erste Hürde auf dem Weg in die Champions League eine hohe. In der 3. Qualifikationsrunde treffen sie auf Dynamo Kiew. Am Mittwoch steigt das Hinspiel in der Ukraine.

Eine Parallele zwischen den in der internationalen Wahrnehmung unterschiedlichen Klubs war am Wochenende auszumachen. Beide spielten in ihren noch jungen Meisterschaften gegen den jeweiligen Meister und siegten ohne Gegentor: YB daheim gegen Basel 2:0, Dynamo bei Schachtar Donezk 1:0.

YB und Dynamo sind in den europäischen Klubwettbewerben noch nie aufeinandergetroffen. Dafür dürfte es vielen noch in frischer Erinnerung sein, dass die Berner vor einem Jahr ebenfalls in der 3. Qualifikationsrunde das innerhalb der Ukraine dominierende Schachtar Donezk im Penaltyschiessen aus dem Rennen warfen. Mit einer ähnlich guten Leistung über zwei Spiele werden sie auch gegen Dynamo nicht chancenlos sein. Schachtar gewann die letzte Meisterschaft der Ukraine mit elf Punkten Vorsprung auf Dynamo.

Die Berner haben aus dem vorzüglich geglückten Meisterschaftsstart Moral und Selbstvertrauen geschöpft, wie Trainer Adi Hütter sagte. Für ihn sei es vor allem wichtig gewesen zu sehen, dass die Mannschaft gegen Basel kaum nennenswerte Chancen zuliess und zu null spielte. "Gerade dieses Zu-Null ist für uns sehr wichtig", sagte der Vorarlberger weiter.

Hütter und sein gegenüber Alexander Chazkewitsch erwarten vom jeweiligen Gegner eine physisch betonte Spielweise. "Wir machen uns auf einen anderen Typ von Gegner gefasst als vor einem Jahr. Schachtar war mehr spielerisch orientiert", sagte Hütter. Er weiss, dass seine Leute besonders auf den Starspieler Andrej Jarmolenko und den wuchtigen, kopfballstarken kongolesischen Stürmer Dieumerci Mbokani werden aufpassen müssen." Chazkewitsch betonte, dass seine Mannschaft die Schweizer nach deren letztjährigen Auftritten gegen Schachtar auf keinen Fall unterschätzen werde.

Der junge, vom FC Winterthur aus der Challenge League zurückgeholte Goalie David von Ballmoos spürt schon das Vertrauen seiner Vorderleute. Er strahlte im Match gegen Basel viel Sicherheit aus. Seine Parade beim Stand von 2:0 kurz vor Schluss - er entschärfte mit den Fingerspitzen einen platzierten und scharfen Flachschuss von Michael Lang - war von erster Güte. Es scheint, dass der Emmentaler das Potential hat, um den in die Bundesliga gezogenen Yvon Mvogo zumindest auf die Dauer vollwertig zu ersetzen. Stürmer Alexander Gerndt steht erneut nicht in Hütters Aufgebot. Neuzugang Djibril Sow dürfte anstelle von Michel Aebischer von Beginn an spielen.

Mit dem aktuellen Meister Schachtar Donezk hat sich Dynamo Kiew 25 von 26 Meistertiteln seit der Unabhängigkeit der Ukraine und der Gründung der "Premjer Liha" geteilt. Dynamo wurde 15 Mal Meister - von 1993 bis 2001 ohne Unterbruch -, Schachtar 10 Mal. Im Unterschied zu Donezk setzen die Hauptstädter vorwiegend auf einheimische Spieler. Als sie am Wochenende das Schlagerspiel in Donezk - die Meisterschaft ist erst zwei Runden alt - 1:0 gewannen, hatten sie zwölf ukrainische Spieler im Kader, sieben von ihnen in der Startformation.

Der aus St. Petersburg eingebürgerte Andrej Jarmolenko, Star und Captain des Teams, steht trotz seiner erst 28 Jahre bereits in seiner zehnten Saison in Kiew. In dieser Zeit traf er 81 Mal für Dynamo und 63 Mal für die Nationalmannschaft.

Blickt man in die frühere Vergangenheit zurück, entpuppt sich Dynamo als Schwergewicht sowohl im gesamteuropäischen Fussball überhaupt. Zu den Zeiten der Sowjetunion wurde Dynamo von 1961 bis 1991 in einer starken Konkurrenz 13 Mal Meister. 1975 und 1986 gewann es den Europacup der Cupsieger. Im Meistercup respektive in der Champions League stiess die Mannschaft dreimal in die Halbfinals vor (1977, 1987, 1999).

Die grössten Namen der Klubgeschichte sind Vergangenheit. Es sind die der Stürmer Oleg Blochin und Andrej Schewtschenko sowie des 2002 verstorbenen Trainers Waleri Lobanowski.

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SDA-ATS