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In einer Oberschule im US-Bundesstaat Kalifornien ist am Donnerstag ein Schüler durch Schüsse verletzt worden. Ein Polizeisprecher sagte, der Jugendliche sei nach dem Vorfall in dem Ort Taft per Helikopter in die nahegelegenen Stadt Bakersfield gebracht worden.

Über seinen Zustand waren zunächst keine weiteren Details bekannt. Ein anderer Polizeivertreter hatte zuvor von zwei Opfern gesprochen. Ein Verdächtiger, bei dem es sich um einen anderen Schüler handele, wurde nach Angaben des Sprechers festgenommen.

Der örtliche Fernsehsender 23ABCNews hatte von zunächst zwei Angeschossenen berichtet. Der erste sei in ein Spital gebracht worden; der zweite habe eine medizinische Behandlung abgelehnt. Im Fernsehsender KERO-TV berichtete ein Feuerwehrsprecher ebenfalls von einer zweiten verletzten Person, die medizinische Hilfe abgelehnt habe.

Die Schiesserei ereignete sich in der Ortschaft Taft rund 190 Kilometer nördlich von Los Angeles in einer ländlichen Gegend im Landesinneren Kaliforniens. Eine Angestellte der Stadtverwaltung von Taft bestätigte entsprechender Medienberichte. Der Ort hat etwa 10'000 Einwohner.

Laut der "Los Angeles Times" ereignete sich der Vorfall vormittags gegen 9 Uhr Ortszeit (18 Uhr MEZ) an der Taft Union High School. Demnach wurde der Schütze nach 20 Minuten gefasst. Es habe Anrufe gegeben, wonach Schüler sich in Schränken versteckten. Die Schule sei evakuiert und durchsucht worden.

Zeitgleich mit Bidens Waffengesetz-Rede

Zeitgleich mit dem Vorfall hielt US-Vizepräsident Joe Biden in Washington eine Rede über Gewalt mit Schusswaffen in den USA. Die Debatte hatte nach dem jüngsten Massaker von Newtown an Fahrt aufgenommen: Dort erschoss ein 20-Jähriger vor vier Wochen 26 Menschen, die meisten Kinder im Alter von sechs und sieben Jahren, in einer Grundschule und anschliessend sich selbst.

Der Amoklauf bewegte Präsident Barack Obama zu einer neuen Initiative gegen Schusswaffengewalt. Im Streit zwischen Befürwortern und Gegnern schärferer Waffengesetze in den USA zeichnet sich unterdessen ein Kompromiss ab.

Biden sagte am Donnerstag, ein möglicher Konsens könne in einem Verbot von Sturmgewehren, Schussmagazinen mit besonders vielen Patronen und strengeren Zulassungsprüfungen münden. Am kommenden Dienstag wolle er Obama eine Liste mit Vorschlägen unterbreiten, die aber noch nicht fertiggestellt sei.

Biden hatte sich am Mittwoch mit Opferverbänden und Waffengegnern getroffen, am Donnerstag stand ein Gespräch mit Vertretern der National Rifle Association auf dem Programm.

Waffen reduzieren Lebenserwartung in den USA

Die vielen Feuerwaffen in Privatbesitz, die zudem häufig offen daheim aufbewahrt werden, sind laut einem Bericht zweier Forschungsinstitute mitverantwortlich dafür, dass die USA mehr Gewaltopfer aufweisen als andere reiche Industrieländer.

Die Gesundheitsforscher des National Research Council und des Institute of Medicine stellten in ihrer jüngsten Studie auch einen Zusammenhang zur vergleichsweise geringeren Lebenserwartung in den Vereinigten Staaten her, die am Ende der Skala aller 17 untersuchten Länder liegt.

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SDA-ATS