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Beim Drama im Walliser 400-Seelen-Dorf Daillon, bei dem zu Jahresbeginn drei Frauen getötet wurden, drückte der Schütze unter dem Einfluss von Alkohol den Abzug. Zum Zeitpunkt der Bluttat hatte er 1,75 Promille Alkohol im Blut.

Er litt zudem seit vielen Jahren an psychischen Problemen, wie die Walliser Staatsanwaltschaft in einer Zwischenbilanz knapp ein Jahr nach der Bluttat am Mittwochabend mitteilte. Der Schweizer befindet sich nach wie vor in Untersuchungshaft.

Gegen ihn wurde eine Untersuchung wegen Mordes, vorsätzlicher Tötung, Gefährdung des Lebens anderer sowie schwerer Körperverletzung eröffnet. Aufgrund dieser Vorwürfe müsse er mit einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe rechnen, hielt die Staatsanwaltschaft fest.

Bei der Bluttat verwendete er einen älteren Armee-Karabiner und eine Schrotflinte. Am Tatort wurden ungefähr 30 ausgeworfene Hülsen gefunden. Beim Mann wurde ein umfangreiches Waffenarsenal gefunden.

Darunter befanden sich unter anderem ein zweiter Karabiner, zwei weitere Gewehre, drei Softair-Pistolen, eine Schreckschusspistole, eine Luftpistole, die Nachbildung einer Maschinenpistole und eine Pistolen-Attrappe.

Panzerfaust vom Militär entwendet

Er verfügte auch über ungefähr 15 Messer und Dolche, mehrere Äxte und Säbel sowie Kugeln und Munition. Sogar eine Panzerfaust wurde bei ihm gefunden. Diese war für den einmaligen Gebrauch bestimmt und offenbar bereits ausgelöst worden.

Der Todesschütze gab an, die Panzerfaust während seines Militärdienstes entwendet zu haben. Er verfügte über das Arsenal, obwohl ihm 2005 bei einer Einlieferung in die Psychiatrie als vorbeugende Massnahme bereits sämtliche Waffen entzogen worden waren.

Drei Todesopfer

Die Polizei war am Abend des 2. Januars gegen 20.50 Uhr alarmiert worden, dass ein Bewohner in Daillon Schüsse abgebe. Er erschoss drei Frauen im Alter von 32, 55 und 79 Jahren und verletzte zwei Männer von 33 und 63 Jahren.

Alle Opfer waren in Daillon wohnhaft. Eine Sondereinheit konnte den Mann schliesslich stoppen, wobei er schwere Verletzungen erlitt und auf die Intensivstation gebracht werden musste. Als Motiv hatte er angegeben, dass er mit der Bluttat ein Familienproblem regeln wollte.

SDA-ATS