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Schulen kopieren zu oft illegal Lehrmittel

Dieser Inhalt wurde am 22. Oktober 2009 - 10:31 publiziert
(Keystone-SDA)

Zürich - Den Deutschschweizer Lehrmittelverlagen gehen jährlich Millionen von Franken verloren, weil Lehrpersonen widerrechtlich Lehrmittel kopieren. Der Schweizer Buchhändler- und Verlegerverband (SBVV) will dies nicht länger hinnehmen.
Zusammen mit den Lehrmittelverlagen hat der SBVV die Kampagne "Fair kopieren! Urheberrecht achten" lanciert. Sämtliche Schulen in der Deutschschweiz sollen auf die Folgen des widerrechtlichen Kopierens von Lehrmitteln aufmerksam gemacht werden, wie der Verband an einer Medienkonferenz in Zürich mitteilte.
Laut SBVV werden immer häufiger ganze Schulbücher kopiert und eingescannt oder aus verschiedenen Lehrmitteln neue zusammengestellt und im Internet veröffentlicht. Daraus resultiere für Deutschschweizer Lehrmittelverlage ein Schaden von schätzungsweise 50 Millionen Franken jährlich.
Zurückzuführen sei das unerlaubte Kopieren von ganzen Lehrmitteln in den wenigsten Fällen auf Böswilligkeit der Lehrpersonen. Ursache dafür seien vielmehr Unwissen und die immer kleineren Anschaffungskredite. Teilweise seien die Kopierbudgets der Schulen höher als der Anschaffungsetat für neue Lehrmittel - das sei absurd.
Ziel der "Fair-Kopieren"-Kampagne ist es, Lehrerinnen und Lehrer sowie die für die Schulen verantwortlichen Behörden für das Urheberrecht zu sensibilisieren. Anhand einfacher Regeln soll aufgezeigt werden, was erlaubt ist und was nicht.

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