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Schwache Erdbeben im Mittelland und der Nordwestschweiz sollen ab Ende 2012 genau erfasst werden. Der Schweizerische Erdbebendienst (SED) plant im Auftrag der Nagra und der AKW-Betreiber einen Ausbau des Messnetzes. Geplant sind rund 20 neue Stationen.

Hochempfindliche Seismometer zeichnen kleinste Bodenbewegungen auf und übermitteln sie in Echtzeit an die SED-Rechenzentrale in Zürich, wie die Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) am Dienstag mitteilte.

Das Messnetz soll im Hinblick auf die Planung eines Endlagers für radioaktive Abfälle aufzeigen, wo sich Schwächezonen in den Gesteinsschichten befinden, wie Nagra-Mediensprecher Heinz Sager auf Anfrage sagte.

Zudem hätten die AKW-Betreiber Interesse an den Erdbebendaten. Die Stromkonzerne arbeiten bereits heute mit dem SED zusammen, um die Daten des Starkbeben-Netzes für AKW und Stauwerke auszuwerten.

Bunker, Stollen und Reservoirs gesucht

Der Erdbebendienst sucht für den Ausbau des Breitbandnetzes bestehende Bauten wie Bunker, Stollen oder Reservoirs. Diese sollen sich in abgelegenen Gebieten befinden, damit nicht Baumaschinen oder Verkehr die Messdaten beeinflussen.

Bis Ende 2011 sollen zehn Standorte gefunden werden. Die restlichen folgen bis Ende 2012. Der SED übermittelt die Daten zudem an den Landeserdbebendienst Baden-Württemberg (LED) und erhält im Gegenzug Resultate von Messstationen in Süddeutschland.

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