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Schweden hat seines vor 25 Jahren ermordeten Ministerpräsidenten Olof Palme gedacht. Am Grab des Sozialdemokraten auf dem Adolf-Fredrik-Friedhof in Stockholm und am nahe gelegenen Ort des Anschlags legten Menschen Blumen nieder.

Wer den amtierenden schwedischen Regierungschef am 28. Februar 1986 aus nächster Nähe erschoss, ist bis heute nicht abschliessend geklärt. Palme war mit seiner Frau Lisbet nach einem Kinobesuch zu Fuss und ohne Leibwächter auf dem Heimweg durch die Innenstadt.

Lisbet Palme sagte in einem Interview des Radiosenders SR, die politische Bedeutung ihres Mannes werde von der fehlenden Aufklärung seiner Ermordung überschattet.

Die heute 79-jährige Witwe des ermordeten Regierungschefs hatte als einzige Tatzeugin den Kleinkriminellen Christer Pettersson als Mörder identifiziert. Weil jedoch die Polizei ihr bei der Gegenüberstellung vorab Tipps gegeben hatte, hob das Stockholmer Berufungsgericht 1989 den Schuldspruch aus erster Instanz auf.

Der von Alkohol und Drogen abhängige Pettersson starb 2004. Er hat den Mord mehrfach gegenüber Bekannten und Journalisten gestanden, was aber nach schwedischem Recht weder für eine Verurteilung noch für ein neues Verfahren ausreicht. Die Polizei führt ihre Fahndungsarbeit offiziell weiter, nachdem die Verjährungsfrist für 25 Jahren für Mord im letzten Sommer aufgehoben wurde.

Palme war von 1969 bis 1976 und von 1982 bis zu seiner Ermordung im Alter von 59 Jahren schwedischer Ministerpräsident. Er machte sich international einen Namen als scharfer Kritiker des US-Krieges in Vietnam sowie als Gegner des Apartheid-Regimes in Südafrika.

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SDA-ATS