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Die Grippe hat die Schweiz weiterhin im Griff: Ärzte und Ärztinnen meldeten in der vergangenen Woche 27,5 Verdachtsfälle auf 1000 Konsultationen, gegenüber 33 in der Vorwoche. Die in der Altjahreswoche ausgebrochene Epidemie dauert damit an.

Dominiert wird die Grippewelle vom Schweinegrippe-Virus: In rund drei Viertel (74 Prozent) aller positiven Proben wurden Viren des Subtyps A(H1N1) festgestellt. Hochgerechnet gab es pro 100'000 Einwohner 249 grippe-bedingte Arztbesuche. Der Schwellenwert für eine Epidemie liegt bei 72 Verdachtsfällen pro 100'000 Einwohner.

Junge Menschen erkranken häufiger

Wie in den Vorwochen fesselte die Grippe Kinder und junge Erwachsene deutlich häufiger ans Bett als ältere Menschen: 15- bis 29-Jährige erkrankten nach Angaben des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) vom Mittwoch rund vier Mal häufiger als über 64-Jährige.

In den meisten Regionen der Schweiz steigen die Grippezahlen tendenziell. Ausnahmen sind die Westschweizer Kantone Genf, Neuenburg, Waadt, Wallis sowie das Tessin und Graubünden: Auch dort sind die Viren zwar immer noch weit verbreitet, aber die Zahl der Erkrankungen ging vergangene Woche zurück.

Daniel Koch, Leiter der Abteilung übertragbare Krankheiten im BAG, sagte am Mittwoch auf Anfrage, landesweit seien bisher 20 Grippepatientinnen und -patienten in Intensivstationen gepflegt worden. Fast alle seien so genannte Risikopatienten. Sie seien mehrheitlich 30 bis 65 Jahre alt.

Bei den meisten sei das A(H1N1)-Virus bestätigt worden. Eine Person sei derzeit in kritischem Zustand. An einer Telefonkonferenz des BAG mit den Kantonsärzten am Mittwoch habe sich gezeigt, dass in den meisten Spitälern insgesamt nur wenige Grippepatienten eingewiesen worden seien und die Lage nicht problematisch sei.

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SDA-ATS