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Nach der Zerschlagung der portugiesischen Grossbank Banco Espirito Santo (BES) im Jahr 2014 hat Bundesanwaltschaft in der Schweiz ein Strafverfahren wegen Geldwäscherei eingeleitet und 160 Millionen Franken beschlagnahmt.

KEYSTONE/EPA/MARIO CRUZ

(sda-ats)

Nach der Zerschlagung der portugiesischen Grossbank BES (Banco Espirito Santo) im August 2014 hat die Bundesanwaltschaft in der Schweiz ein Strafverfahren wegen auf Geldwäscherei eingeleitet. Vermögenswerte von 160 Millionen Franken wurden beschlagnahmt.

Das Verfahren liefen gegen mehrere Personen, teilte die Bundesanwaltschaft auf Anfrage zu einem entsprechenden Artikel von "SonntagsZeitung" und "Le Matin Dimanche" mit: "In diesem Zusammenhang haben im September 2014 Hausdurchsuchungen stattgefunden."

Die Ermittlungen richteten sich unter anderem gegen den ehemaligen Angola-Chef der BES, der Vermögenswerte in die Schweiz verschoben haben solle, schrieben die beiden Zeitungen. Der Mann werde von den portugiesischen Strafverfolgern verdächtigt, an einem riesigen Betrug beteiligt gewesen zu sein.

Unter seiner Führung soll die BES Angola ungedeckte Kredite in Milliardenhöhe verteilt haben, die nie zurückgezahlt worden seien. Er und seine Familie sollen selber über 500 Millionen Dollar eingesteckt haben, schrieben die Zeitungen.

Gemeinsame Ermittlertruppe

Aus Portugal sei ein Rechtshilfeersuchen eingegangen, schrieb die Bundesanwaltschaft: "Aufgrund der umfangreichen Ermittlungen in dieser Angelegenheit wurde im Mai 2015 mit den portugiesischen Behörden die Gründung einer gemeinsamen Ermittlungsgruppe beschlossen."

Die Grossbank BES wurde im August 2014 von der portugiesischen Regierung mit der riesigen Summe von 4,9 Milliarden Euro gerettet, nachdem die Bank für das erste Halbjahr 2014 einen Verlust von 3,6 Milliarden Euro erlitten und an den Rand der Pleite gerückt war.

Das Institut wurde in zwei Teile zerschlagen: Faule Kredite wurden in eine sogenannte Bad Bank ausgelagert, deren Eigentümer die bisherigen Aktionäre der BES sind. Aus dem gesunden Teil wurde mit der Geldspritze der Regierung ein neues Geldinstitut namens Novo Banco geschaffen, das am vergangenen Freitag an die US-Beteiligungsgesellschaft Lone Star verkauft worden ist.

Lone Star hat 75 Prozent an Novo Banco übernommen. Im Gegenzug verpflichte sich der Finanzinvestor, dem Institut eine Kapitalspritze von 1 Milliarde Euro zu verabreichen.

SDA-ATS

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