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Der bei der OECD für Steuerfragen zuständige Direktor, Pascal Saint-Amans, fordert, dass die Schweiz die von ihr eingegangenen Verpflichtungen einhält. (Archivbild)

KEYSTONE/PETER SCHNEIDER

(sda-ats)

Die Schweiz muss nach den Worten von OECD-Steuerpolitik-Direktor Pascal Saint-Amans die bei den Unternehmenssteuern eingegangenen Verpflichtungen erfüllen. Eine unmittelbare Gefahr bestehe aber nicht, eine Schwarze Liste sei nicht vorgesehen.

Saint-Amans wies in einem Interview mit der Westschweizer Tageszeitung "Le Temps" vom Montag darauf hin, dass die Schweiz mit der Unternehmenssteuerreform III weiter gegangen sei, als dies von der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) oder der Europäischen Union (EU) verlangt worden sei.

Nach der Ablehnung der Unternehmenssteuerreform könne die Schweiz ein anderes Reformprojekt ausarbeiten. Die Glaubwürdigkeit der Schweiz stehe aber auf dem Spiel. Sie habe sich verpflichtet, bis am 1. Januar 2019 die Steuerprivilegien abzuschaffen. Diese Verpflichtungen müsse sie erfüllen. Diese Frist werde werde nicht unbeachtet vorbeigehen.

Durch die Unternehmenssteuerreform wäre die Schweiz steuerlich sehr attraktiv geworden. Es sei interessant, dass das Volk Nein gesagt habe zu etwas, das es als exzessiv wahrgenommen habe, sagte der Direktor des Zentrums für Steuerpolitik der OECD weiter.

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SDA-ATS