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Bern - Grosserfolg für die Zürcherin Melinda Nadj Abonji: Mit ihrem Werk "Tauben fliegen auf" hat sie es auf die Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2010 geschafft. Die Jury nannte am Mittwoch die sechs Titel, die weiterhin im Wettbewerb um den Preis stehen.
"Poetisch, komisch, experimentell" - das teilen nach den Worten von Jury-Sprecherin Julia Encke die sehr unterschiedlichen Bücher der Finalisten. "Es sind Romane, deren Gemeinsamkeit wohl vor allem in ihrer Welthaltigkeit zu finden ist", erklärte die Literaturkritikerin der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".
Die weiteren Anwärter auf die prestigeträchtige Auszeichnung sind: "Georgs Sorgen um die Vergangenheit oder im Reich des heiligen Hodensack-Bimbams von Prag" von Jan Faktor, "September" von Thomas Lehr, "Andernorts" von Doron Rabinovici, "Rabenliebe" von Peter Wawerzinek sowie "Dinge, die wir heute sagten" von Judith Zander.
Einen Tag lang habe die siebenköpfige Jury über die Kandidaten für die Shortlist diskutiert, sagte Jurysprecherin Encke: "Nicht immer, das gehört dazu, waren wir uns einig."
Prominente auf Longlist
Die Jury traf eine Auswahl aus den 20 Titeln der Longlist. Darauf fanden sich auch Werke von Kristof Magnusson ("Das war ich nicht"), der 2005 Stadtschreiber in Langenthal BE war, sowie von Thomas Hettche ("Die Liebe der Väter"), der in Erschmatt VS und in Berlin lebt.
Zu den prominentesten Autoren auf der Longlist zählten der Büchner-Preisträger Martin Mosebach und Hans-Joachim Schädlich, die mit "Was davor geschah" beziehungsweise "Kokoschkins Reise" antraten. Ursprünglich waren 148 Titel im Rennen um den Preis.
Der Gewinner der mit insgesamt 37'500 Euro (50'300 Franken) dotierten Auszeichnung wird am 4. Oktober, am Vorabend der Frankfurter Buchmesse bekanntgegeben.
Bereits Verkaufsschlager
Abonji erzählt in "Tauben fliegen auf" die Geschichte einer ungarischen Familie aus der serbischen Provinz Vojvodina. Die Eltern dislozieren in die Schweiz und holen später, in den 1970er Jahren, ihre Töchter nach.
Von "Tauben fliegen auf" wurden bislang 6000 Exemplare verkauft, was sehr viel sei "für eine Schweizer Autorin bei einem kleinen österreichischen Verlag", wie Regina Rumpold von Jung und Jung in Salzburg auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA sagte.

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SDA-ATS