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Die Bevölkerung in der Schweiz fühlt sich sicherer als noch im letzten Jahr. Besonders stark zurückgegangen ist unter anderem die Angst vor Überfremdung durch Ausländer und Flüchtlinge. Am meisten Sorgen bereitet dem Volk nach wie vor die Klimaveränderung.

Dies geht aus dem Angstbarometer hervor, den das Forschungsinstitut gfs-zürich am Donnerstag veröffentlichte. Die Sorge um das Klima rangiert mit einem Wert von 5,6 auf einer Skala von 1 bis 10 vor dem Egoismus der Menschen (5,4) sowie der Atomverseuchung (5,1).

Die Angst vor einer Atomverseuchung war durch das Reaktorunglück in Fukushima im Jahr 2011 in die Höhe geschnellt. Bereits im vergangenen Jahr nahm diese Angst dann wieder stark ab. Mittlerweile liegt sie im Bereich der Jahre vor dem Unglück.

Bei 28 von 31 Angstindikatoren, zu denen die Bevölkerung befragt wurde, ist das Sicherheitsgefühl höher als noch im vergangenen Jahr, wie gfs-zürich am Donnerstag mitteilte. Unverändert blieben nur die Angst vor einer geringeren Bedeutung der Religion, die Furcht vor technischen Veränderungen sowie die Angst, Opfer eines Terroranschlags zu werden.

Den Grund für das hohe Sicherheitsgefühl in der Schweiz sieht das Forschungsinstitut im bislang vergleichsweise ereignisarmen Jahr. Dies habe sich "beruhigend" auf das Bedrohungsempfinden der Bevölkerung ausgewirkt.

Schuldenkrise keine Bedrohung mehr

Im Vergleich zum Vorjahr am stärksten abgenommen haben die sogenannten sozioökonomischen Ängste, zu denen etwa die Angst vor einer Inflation oder vor einer Überschuldung gehört. Die Autoren der Umfrage schliessen daraus, dass die Schuldenkrise aus der Sicht der Bevölkerung keine Bedrohung mehr darstelle.

Auch die Angst vor Entfremdung ist deutlich zurückgegangen, nachdem sie im vergangenen Jahr noch am stärksten zugenommen hatte. Zu dieser Überkategorie gehören unter anderem die Angst vor Überfremdung sowie das Gefühl, nicht mehr in der Schweiz zu Hause zu sein.

Befragt wurden rund 1000 Bewohnerinnen und Bewohner der West- sowie der Deutschschweiz. Dabei zeigten sich die Romands ängstlicher als die Deutschschweizer. Ausserdem fühlen sich Personen mit einer tiefen Bildung tendenziell stärker bedroht als solche mit einem hohen Bildungsstand, wie aus der Umfrage weiter hervorgeht.

SDA-ATS