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Der Schweizer Computermarkt ist im vergangenen Jahr nur dank dem Boom der Tabletcomputer gewachsen. Insgesamt gingen 2,641 Mio. Computer über den Ladentisch. Das sind 4,7 Prozent mehr als im Vorjahr.

Dies verhalf dem Umsatz zu einem Plus von 3,7 Prozent auf 2,291 Mrd. Franken, wie aus dem am Freitag veröffentlichten IT-Markt-Report 2013 hervorgeht.

Dabei schoss der Absatz von Tablets um knapp 80 Prozent auf 811'000 Geräte in die Höhe. Ohne die Flachrechner, die der einzige Wachstumszweig sind, sieht die Lage der Branche düster aus: Dann wäre der Computerabsatz um 11,6 Prozent auf 1,83 Mio. Geräte geschrumpft.

Der Erfolg der Tablets ging vor allem auf Kosten der Laptops. Die billigen Netbooks etwa sind praktisch verschwunden. Erstmals sei in der Schweiz der Laptop-Absatz eingebrochen - und zwar um um 14,4 Prozent, sagte Branchenbeobachter Robert Weiss bei der Vorstellung des Reports vor den Medien in Zürich. Dieses Phänomen habe es noch nie gegeben.

iPad an der Spitze

König der Tablets ist nach wie vor das iPad von Apple, das den Tabletboom ausgelöst hatte. Die Kalifornier konnten hierzulande 583'000 iPads absetzen. Das ist gut die Hälfte mehr als im Vorjahr. Die Konkurrenten wachsen allerdings schneller. Sie brachten 228'000 Tabletcomputer an den Mann und die Frau. Das sind drei mal mehr als 2011.

Damit ist der Marktanteil des iPads bei den Tablets von 84 auf 72 Prozent gesunken. Den zweiten Platz souverän verteidigt hat Samsung. Die Südkoreaner verfünffachten beinahe ihren Absatz auf 105'500 Tablets, womit sie einen Marktanteil von 5 auf 13 Prozent ausbauten.

Die Nummer drei Asus stagnierte bei 3,5 Prozent. Von den übrigen Herstellern erreichte keiner die Zwei-Prozentgrenze. "Die klassischen PC-Hersteller haben den Tablet-Markt auch 2012 verschlafen", erklärte Weiss.

Das im Herbst gestartete Betriebssystem Windows 8 habe kaum Einfluss gehabt. Ob sich dies im laufenden Jahr stark ändern werde, sei trotz des grossen Werbeaufwands von HP & Co. mehr als fraglich", erklärte Weiss.

Apple vergrössert Vorsprung

Durch den florierenden iPad-Verkauf konnte Apple seine Position als Marktführer in der Schweiz stark ausbauen. Der US-Konzern setzte hierzulande 858'000 Computer ab, womit er den Vorsprung auf die langjährige Nummer eins HP deutlich vergrössert hat. Denn HP erlitt eine Einbusse von gut einem Fünftel auf noch 533'000 Geräte.

Damit eroberte Apple einen Marktanteil von 32,5 Prozent, während jener von HP auf 20,2 Prozent schrumpfte. Auf den weiteren Plätzen folgen mit deutlichem Abstand Acer (10 Prozent), Lenovo (6,1 Prozent) und Asus (5,6 Prozent).

Duopol bei Smartphones

Spitze ist Apple auch bei den Smartphones, deren Aufschwung mit dem iPhone begann. Während der Handyabsatz in der Schweiz um 9,4 Prozent auf 3,959 Mio. Stück tauchte, legten die Smartphones um 3,8 Prozent auf 2,478 Mio. Geräte zu.

Mittlerweile sind 62,6 Prozent aller Handys Smartphones (Vorjahr 54,6 Prozent). "Das ist ganz anders in anderen Ländern", sagte Weiss.

Und hier dominiert ebenfalls Apple den Markt. Mehr als jedes zweite Smartphone, das über den Ladentisch geht, ist ein iPhone (52,4 Prozent). Und dies trotz der starken Konkurrenz der Android-Geräte, die ihren Marktanteil von 39,4 auf 41,6 Prozent leicht steigern konnten.

Der Löwenanteil davon entfällt auf Samsung, womit Apple und Samsung 82,7 Prozent des Smartphonemarkts beherrschen. In keinem anderen Land seien zwei Hersteller so dominant, sagte Weiss. Windows 8 habe überhaupt noch keinen Einfuss auf den Markt gehabt.

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SDA-ATS