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Bern - Die Schweizer Exporte, wichtiger Motor des Wirtschaftsaufschwungs, haben im Juli einen Gang zurückgeschaltet. Nach der äusserst rasanten Erholung zu Jahresbeginn nahmen die Ausfuhren im vergangenen Monat um 3,7 Prozent auf 16,8 Mrd. Fr. zu.
Teuerungsbereinigt betrug die Zunahme 2,2 Prozent, wie die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) am Donnerstag mitteilte. Gebremst wird das Monatsergebnis auch durch den Effekt, dass der Juli einen Arbeitstag weniger zählte als im Vorjahr. Arbeitstagbereinigt nahmen die Exporte um 9,3 Prozent zu.
Erneut standen die Uhren- (+19,9 Prozent) und die Metallindustrie (+19,7 Prozent) an der Spitze der wachstumsstärksten Exportbranchen. Um einen Zehntel expandierten die Lieferungen von Präzisionsinstrumenten.
Erstmals seit Oktober 2009 nahmen dagegen die Exporte der Nahrungs- und Genussmittelindustrie ab (-9,8 Prozent). Der Abwärtstrend der Bekleidungsindustrie verstärkte sich nochmals (-32,2 Prozent).
Die schweizerische Exportindustrie erzielte ihr Absatzplus ausserhalb Europas, in der EU nahmen die Ausfuhren um 1,2 Prozent ab. Am stärksten legten dabei die Lieferungen nach Asien zu, die sich um einen Fünftel ausweiteten.
Da die Importe praktisch auf Vorjahresniveau verharrten (13,9 Mrd. Franken), verzeichnete die Handelsbilanz einen Überschuss von 2,9 Mrd. Franken. Dies ist der höchste je gemessenen Überschuss in einem Monat.
Von Januar und Juli legte der Aussenhandel beachtlich zu, vor allem mit Asien und Lateinamerika. So wuchsen die Exporte um 7,5 Prozent auf 112,8 Mrd. Fr. (real: +5,8 Prozent) und die Importe um 6,4 Prozent auf 99,9 Mrd. Fr. (real: +5,0 Prozent).

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SDA-ATS