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Das Bezirksgericht Meilen hat einen 61-jährigen Schweizer Geschäftsmann am Mittwoch wegen gewerbsmässigen Betruges zu 3 Jahren Gefängnis verurteilt. Die Hälfte davon soll der Mann absitzen. Er wird gegen das Urteil Berufung einlegen.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Mann Geldgeber um 16 Millionen Franken betrogen hat. Schlagzeilen gemacht hatte der Verurteilte, weil er den sogenannten Chiemseekessel gekauft hatte und ihn als "Heiligen Gral" vermarkten wollte.

Bei dem Kessel handelt es sich um ein rund 10 Kilo schweres Goldgefäss, das 2001 von Tauchern aus dem bayrischen Chiemsee geborgen wurde. Fachleute datierten seine Herstellung auf die 1920er-Jahre.

Das Gefäss ist mit keltischen Motiven verziert und wurde von dem 61-jährigen Geschäftsmann als historisches Kunstwerk angepriesen. Er kaufte ihn im Mai 2005 für rund 300'000 Euro.

Danach suchte er für den angeblichen "Heiligen Gral" Investoren. Diesen versprach er, nach entsprechender Promotion werde der Kessel einen sehr hohen Wert erreichen. Der Anwalt zweier Geprellter erklärte 2007, der jetzt Verurteilte habe seinen Klienten einen Verkaufswert des "Grals" von gegen einer Milliarde Franken in Aussicht gestellt.

Löcher aus anderen Geschäften gestopft

Das Bezirksgericht Meilen kam zum Schluss, der Geschäftsmann habe seine Investoren arglistig getäuscht, als er ihnen hohe Gewinne aus dem Handel mit dem Chiemseekessel versprach. In Wirklichkeit habe er mit dem Geld andere Projekte finanziert und auch sich selbst bereichert.

Er hatte nämlich zuvor mit zwei anderen Geschäftsvehikeln Schiffbruch erlitten. Einmal hatte er 280 Anleger für eine Börseninvestition geworben, ein anderes Mal sollte ihm Stahlhandel das grosse Geld bringen.

Bereits der angebliche Stahlhandel diente vor allem der Deckung von Schulden aus dem ersten Unternehmen und der Finanzierung des Lebensunterhalts des Verurteilten.

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SDA-ATS