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Schweizer Giessereien spüren den Aufschwung in Europa

Die Auftragsbücher in Schweizer Giessereien füllen sich. Besonders aus Deutschland, dem wichtigsten Exportland, kommen wieder mehr Bestellungen. (Archiv)

KEYSTONE/SIGI TISCHLER

(sda-ats)

Die Erträge in der Schweizer Gussindustrie haben sich in diesem Jahr deutlich erholt, wie der Giesserei-Verband der Schweiz (GVS) am Dienstag mitteilte. Neben dem schwächeren Franken habe die Branche vor allem von der wirtschaftlichen Erholung in Europa profitiert.

Dabei sei die Nachfrage derart gestiegen, dass es inzwischen zu Lieferengpässen in europäischen Giessereien gekommen sei, schreibt der GVS. Der Zunahme sei besonders in Deutschland stark zu spüren, dem wichtigsten Exportmarkt der Schweizer Gussindustrie.

Wegen des starken Frankens musste die Branche über die Krisenjahre lukrative Grossaufträge zunehmend ins kostengünstigere Ausland abgeben. Nun würden europaweit und international wieder vermehrt die eidgenössischen Werte zählen, schreibt der Verband.

Laut einer Umfrage unter den Vorstandsmitgliedern des GVS habe der Umsatz bis dato um 4 Prozent zugelegt. 2016 erwirtschaftete die Schweizer Gussindustrie insgesamt 580 Millionen Franken. Bei den Bestellungen betrage das Plus sogar 13 Prozent. Dem Verband angeschlossen sind 47 Schweizer Giessereien.

Auch für das nächste Jahr füllen sich offenbar die Auftragsbücher bereits schon gut. Sofern sich die äusseren Rahmenbedingungen nicht erneut verschärfen, rechnet der GVS im nächsten Jahr mit einer Fortsetzung der positiven Entwicklung.

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