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Fürs Surfen und Telefonieren unterwegs zahlen Telekomkunden in der Schweiz mehr als etwa in Polen, Italien, Frankreich oder Deutschland. (Symbolbild)

KEYSTONE/EPA AAP/JULIAN SMITH

(sda-ats)

Schweizer Handynutzer zahlen am meisten in Europa fürs Surfen und Telefonieren. Dies zeigt eine Studie des Internetvergleichsportals Verivox über Handyabos und Prepaidangebote aller Netzbetreiber in 13 europäischen Ländern.

Das Nutzerprofil mit 100 Gesprächsminuten und mindestens 1 GB Datenvolumen koste in der Schweiz 25 Franken pro Monat. Damit zahle der Durchschnittskunde hierzulande am meisten von allen untersuchten Ländern, gab Verivox am Mittwoch in einem Communiqué bekannt. Ähnlich teuer ist nur noch Spanien mit knapp 20,70 Franken.

Am günstigsten fahren die Nutzer in Polen, wo sie für rund 6,50 Franken eine Pauschalrate für Inlandanrufe und 10 GB Daten bekommen. Von den Nachbarländern der Schweiz ist Italien mit 8,80 Franken am billigsten, vor Deutschland mit knapp 12 Franken und Frankreich mit 16,50 Franken.

"Die Unterschiede sind massiv", erklärte Verivox-Telekomexperte Ralf Beyeler. Zudem gebe es kein Nord-Süd- oder Ost-West-Gefälle.

"Es bestätigt sich einmal mehr: Die tatsächlichen Kosten der Anbieter spielen kaum eine Rolle. Viel mehr fallen die Zahlungsbereitschaft der Konsumenten und die Konkurrenzsituation ins Gewicht", sagte Beyeler. In einigen Ländern würden die Anbieter mit Kampfpreisen um neue Kunden werben.

Verglichen wurden in der Studie alle Angebote der Netzbetreiber, wenn möglich für ein Angebot ohne vergünstigtes Gerät. Angebote von Zweitmarken und Serviceanbietern, sowie Kombi- und Promotionsofferten wurden nicht berücksichtigt.

Auch Pauschalabos teuer

Auch bei den Pauschalabos zum unbegrenzten Surfen im Inland ohne Geschwindigkeitsreduktion nach dem Verbrauch einer bestimmten Datenmenge werden Schweizer Nutzer kräftig zur Kasse gebeten. Dafür müssen hierzulande mindestens 59 Franken pro Monat ausgegeben werden. Damit ist die Schweiz das zweitteuerste Land in der Vergleichsstudie.

Allerdings ist sie noch um Welten günstiger als Deutschland. Dort schlägt das einzige entsprechende Angebot mit rund 220 Franken zu Buche. Dieser horrende Preis dürfte kaum einen Kunden anlocken, erklärte Beyeler.

Insgesamt gibt es in 7 der 13 untersuchten Länder unlimitierte Internetpauschaltarife. "Anders als die Schweizer Anbieter suggerieren wollen, ist das Modell nicht einzigartig", erklärte Beyeler.

In den sechs Ländern ohne echte Pauschalrate ist das Angebot mit den grössten Datenpaketen in Frankreich am billigsten. Für knapp 22 Franken erhält der Kunde dort 100 GB. In Belgien dagegen erhalten die Kunden nur mickrige 10 GB und zahlen dennoch fast 43 Franken dafür.

SDA-ATS

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