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Der starke Franken hat den Schweizer Käseexport im vergangenen Jahr gebremst - wenn auch weniger deutlich als befürchtet. Kräftig mehr verkauft wurde insbesondere in Deutschland, den USA und der übrigen Welt. Insgesamt resultierte ein Plus von 2,5 Prozent.

Die Exporteure setzten 63'608 Tonnen Käse ab, das sind 1560 Tonnen mehr als 2009, wie die Organisation Switzerland Cheese Marketing am Dienstag in einem Communiqué schreibt.

Rückläufig waren die Exporte in das krisengeplagte Grossbritannien und nach Südeuropa. Die Zahlen überträfen insgesamt die Erwartungen, heisst es im Communiqué, auch wenn die Frankenstärke für den Export ein "ernsthaftes Problem" darstelle.

Erfolgreich waren vor allem die Exporteure von La Gruyère AOC, Appenzeller und Raclette. Emmentaler AOC musste einen Rückgang von 2,6 Prozent hinnehmen, bleibt jedoch mit 19'227 Tonnen der meistverkaufte Schweizer Käse im Ausland.

Neben den Exporten legten 2010 auch die Importe zu: um 6,3 Prozent auf 46'892 Tonnen. Gut verkauft wurde sowohl ausländischer Käse aus der Kategorie "anderer Halbhartkäse", in der preisgünstige Industrieprodukte aufgeführt sind, wie auch Spezialitäten.

"Die Zunahme beim Import findet sich vor allem dort, wo die Schweiz traditionell nicht so stark ist", sagte Manuela Sonderegger von Switzerland Cheese Marketing. Vor allem Blauschimmelkäse wie Danablu, Gorgonzola und Roquefort scheint derzeit enorm begehrt: das Plus beim Import betrug im vergangenen Jahr 131 Prozent.

Die wichtigsten Herkunftsländer für Käse, der in die Schweiz importiert wird, sind Italien (17'456 Tonnen), Frankreich (13'075) und Deutschland (10'341) - Deutschland (+17,2 Prozent) und Frankreich (+6,6 Prozent) legten 2010 deutlich zu.

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SDA-ATS