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Bern - Die Kommentatoren der Schweizer Tageszeitungen haben den angekündigten Rücktritt von Bundesrat Moritz Leuenberger ausnahmslos begrüsst. Gleichzeitig sprechen sie von einer Chance für die Regierung und spekulieren bereits über eine mögliche Mehrfachvakanz.
"15 Jahre sind genug", titelt die "Neue Zürcher Zeitung", "Leuenberger geht. Endlich" heisst es in der "Basler Zeitung", "Von vielen erhofft und sogar von seiner Partei gewünscht" kommentiert die "Neue Luzerner Zeitung", von einer "Wohltat" schreibt die "Südostschweiz" und als "befreiend" bezeichnet der "Landbote" Leuenbergers Entscheid.
"Immer lustloser" habe er gewirkt" ("Südostschweiz)", er sei "frustriert gewesen" und habe "im Amt gelitten" ("Neue Luzerner Zeitung)", er habe "mit seiner zur Schau gestellten Langeweile" selbst viele Parteifreunde genervt" ("Tagesanzeiger"/"Bund") und "wenn Bundesräte matt geworden sind, sollten sie unverbrauchten Kräften Platz machen" ("NZZ").
Trotz aller Kritik - Leuenbergers Arbeit findet auch Lob. Als "clever, intelligent und brillanten Redner" und als "Taktiker, den guteidgenössischen Kompromiss immer im Visier", beschreibt die "Basler Zeitung" den Magistraten, als "geistreich von Haus aus" mit "staatsmännischem Format", wird er in der "NZZ" gelobt.
Ein "talentierter Bundesrat" sei er gewesen und "mit Gespür für Allianzen, Sinn für Realpolitik und taktischem Geschick" habe er Erstaunliches erreicht, schreibt der "Tagesanzeiger". Und für die "Aargauer Zeitung" war Leuenberger "intellektuell und menschlich ein Ausnahmeerscheinung".
Einig sind sich die Kommentatoren auch darin, dass nun der Rücktritts-Druck auf andere Bundesräte wächst, allen voran Finanzminister Hans-Rudolf Merz und Aussenministerin Micheline Calmy-Rey. Leuenbergers Demission "könnte den Anfang der seit langem ersehnten "Frischzellenkur" markieren, hofft die "NZZ".
Dem Bundesrat biete sich die jetzt Chance, "die verfahrene Situation zu klären", heisst es im "Tagesanzeiger". Ohne Gefahr könne nun die FDP Hans-Rudolf Merz auswechseln. Und zwei Vakanzen böten dann "auch ungleich mehr Möglichkeiten, zwei wirklich geeignete Persönlichkeiten zu bestimmen", schreibt die "Aargauer Zeitung".

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SDA-ATS