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Schweizer Sesselbahn an Expo 2010 stösst an ihre Kapazitätsgrenzen

Dieser Inhalt wurde am 02. Mai 2010 - 15:59 publiziert
(Keystone-SDA)

Shanghai - Nach zwei Tagen ist klar: Der Schweizer Pavillon mit seiner Sesselbahn ist ein Publikumsmagnet an der Weltausstellung in Shanghai. Vor keiner anderer Länder-Ausstellung war die Warteschlange nach der Eröffnung länger, wie die offizielle Statistik der Expo zeigt.
Durchschnittlich rund 7600 Besucherinnen und Besucher lang war die Schlange vor dem Eingangstor. "Am ersten Tag der Weltausstellung besuchten rund 9000 Personen den Schweizer Pavillon", sagte die Sprecherin des Schweizer Projekts, Clenia Kanai.
Es könnten noch mehr sein: Die Kapazität des Pavillons mit seiner Fläche von 4000 Quadratmetern ist eingeschränkt wegen der Sesselbahn, die nur rund 1000 Besucher pro Stunde befördern kann.
Pavillon-Direktor Manuel Salchli verspricht Abhilfe: "Wir können die Kapazität des Sessellifts erhöhen, er findet bei den Chinesen viel mehr Anklang als erwartet. Unser Ziel ist es, innerhalb der nächsten zwei Wochen diesen enormen Andrang besser zu bewältigen."
Deutlich weniger interessant scheinen die zwölf Schweizerinnen und Schweizer zu sein, die auf Bildschirmen über ihr Leben erzählen. Verlassen wirkt auch der integrierte Pavillon von Zürich, Basel und Genf.
"Der Grossteil des Publikums kommt, um sich zu amüsieren und um auf angenehme Art etwas zu lernen", sagte Pavillon-Generalkommissär Uli Sigg. Für den eher didaktisch konzipierten Städte-Pavillon sei es daher schwierig, die Publikumsgunst zu gewinnen.
Die Weltausstellung in Shanghai - die grösste aller Zeiten - hat an ihrem Eröffnungstag entgegen ersten Angaben nur 204'000 Besucher gesehen. Zunächst hatten die Veranstalter von 350'000 verkauften oder ausgegebenen Karten gesprochen.
Doch berichtete der Generaldirektor des Expo-Büros, Hong Hao, nach Angaben der amtlichen Medien, dass ein Drittel "seinen Besuch verschoben hat". Gründe, warum so viele Besucher am ersten Tag nicht erschienen sind, wurden nicht genannt.
Auf dem Schwarzmarkt waren Karten für den Eröffnungstag noch am Tag vorher zum dreifachen Preis von 600 Yuan (knapp 100 Franken) gehandelt worden.

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