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Zürich - 48 Städte aus allen Landesteilen haben bisher die "Charta für eine nachhaltige Mobilität" unterzeichnet. Die Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch wertete dies am Donnerstag in Zürich vor den Medien als "Meilenstein städtischer Verkehrspolitik".
Mit der Ratifizierung der Charta bekenne sich erstmals ein Grossteil der Schweizer Städte zu gemeinsamen verkehrspolitischen Zielen und Grundsätzen, sagte Mauch an der Medienkonferenz zum "Städtetag" des Schweizerischen Städteverbandes. Das sei ein "politisches Signal mit grosser Strahlkraft".
Erarbeitet wurde die Charta im vergangenen Jahr von den Städten Basel, Luzern, St. Gallen, Winterthur und Zürich. Sie setzt bei der Lösung der Mobilitätsprobleme auf die Koexistenz von motorisiertem Individualverkehr, öffentlichem Verkehr sowie Fuss- und Veloverkehr.
Der Schwerpunkt liege bei der betrieblichen Optimierung, betonte Mauch. Der Bau neuer Verkehrsinfrastukturen werde jedoch nicht ausgeschlossen. Auf dem städtischen Hauptstrassennetz soll die Verkehrsbelastung jedoch nicht weiter zunehmen, und Mehrverkehr soll in erster Linie mit öffentlichem Verkehr aufgefangen werden.
Kein Glück mit BundesrätenDer diesjährige "Städtetag" mit rund 220 Delegierten aus allen Landesteilen stand unter dem Motto: "Mobilität an ihren Grenzen - Neue Konzepte für die Zukunft". Mobilität sei ein Schlüsselthema für die Städte und sowohl Segen als auch Herausforderung, sagte Mauch. Ständig wachsende oder schlecht gemanagte Mobilität könne die Lebensqualität massiv schmälern.
Kurzfristig absagen musste Bundesrat Moritz Leuenberger. Der Verkehrsminister sei erkrankt, es habe ihm auf die Stimme geschlagen, sagte der Aarauer Stadtammann und Präsident des Schweizerischen Städteverbandes, Marcel Guignard. Bereits vor den Sommerferien hatte Bundesrat Hans-Rudolf Merz seine geplante Teilnahme abgesagt.
Der Städteverband ist die Interessenvertretung von 125 Schweizer Städten. Der Verband will den Anliegen seiner Mitglieder vor allem in Bundesbern Gehör verschaffen.

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SDA-ATS