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Die Verwaltungsräte von Schweizer Unternehmen sind im Europavergleich am internationalsten besetzt. Obwohl der Frauenanteil in den Gremien auf 11 Prozent stieg, hinkt er europäisch weiterhin hinterher. Bei den Honoraren blieb die Schweiz hingegen Spitze.

Zu diesen Schlüssen kommt eine am Montag publizierte Studie der Beratungsgesellschaft Heidrick & Struggles unter den 400 grössten börsenkotierten Gesellschaften Europas in 15 Ländern. Ausgewertet wurden die Jahresberichte des Geschäftsjahrs 2010.

53 Prozent aller Verwaltungsräte von grossen Schweizer Firmen hatten demnach keinen Schweizer Pass. Mit ausländischen Verwaltungsräten schmücken sich 90 Prozent der Unternehmen, lediglich 5 Prozent verzichten aufs internationale Flair. Der europäische Durchschnitt von ausländischen Verwaltungsräten liegt bei 24 Prozent, das Schlusslicht bildet Spanien mit lediglich 10 Prozent.

Mit 11 Prozent Frauen in den Aufsichtsgremien hinkt die Schweiz dem europäischen Umfeld noch um gut ein Prozent hinterher. Am höchsten liegt der Frauenanteil mit 33 Prozent in Norwegen gefolgt von Schweden (29 Prozent) und Finnland (25).

Während 2005 nur in jedem zweiten Schweizer Verwaltungsrat eine Frau sass, war dies 2010 in mehr als vier von fünf Unternehmen der Fall. 13 Prozent der Frauen waren als Familienmitglied oder Aktionärin im Gremium, 35 Prozent als Firmenchefin oder Direktorin.

Weiterhin Spitzenhonorare

Weiterhin blieben die Schweizer Verwaltungsratsmandate europaweit mit Abstand die lukrativsten. Die Firmen liessen sich den Verwaltungsrat 2,75 Mio. Euro kosten, in Europa waren es 1,05 Mio. Euro im Schnitt.

Das Honorar pro Kopf sank allerdings um 17 Prozent auf 171'000 Euro, der europäische Durchschnitts-Verwaltungsrat brachte es auf 77'000 Euro. Geradezu mager waren die Honorare mit 22'000 Euro in Österreich.

Allerdings mussten Schweizer Verwaltungsräte für ihr Geld auch etwas tun. Die Zahl ihrer Sitzungen lag über dem Schnitt. Die Höhe der Honorare wurde auch durch die internationale Zusammensetzung diktiert. Und nicht zuletzt laste wegen einer anderen Struktur gerade auf den VR-Präsidenten überdurchschnittlich viel Verantwortung, bilanziert Heidrick & Struggles.

Gute Noten erteilt die Studie den heimischen Verwaltungsräten bei Transparenz und Unabhängigkeit. Schlechter fällt die Beurteilung bei der Selbstevaluation aus.

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SDA-ATS