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Jakarta - Schweizer Wirtschaftsvertreter sind überzeugt, dass der indonesische Markt boomen wird. Sie haben aber auch grossen Respekt vor Bürokratie, Korruption und Protektionismus. Das wurde im Rahmen des Staatsbesuchs von Bundespräsidentin Doris Leuthard klar.
Rund 20 Vertreter der Schweizer Wirtschaft haben Leuthard nach Indonesien begleitet. Ihr Ziel: Die Marktchancen im aufstrebenden Schwellenland ausloten und bereits bestehende Beziehungen vertiefen. Nach zwei Tagen in der Hauptstadt Jakarta und einem Tag in der zweitgrössten Stadt Surabaya ist das Echo vorwiegend positiv.
Rolf Jeker, Verwaltungsratspräsident der OSEC, die Schweizer KMU bei ihrem Markteintritt im Ausland begleitet, sieht in Indonesien ein grosses Potenzial. Nicht zuletzt deshalb, weil im 228 Millionen Einwohner zählenden Land beinahe unbegrenzt Arbeitskräfte zur Verfügung stehen.
Korruption als Hindernis"Noch ist es aber nicht einfach, hier zu geschäften", sagte Jeker in Jakarta zur Nachrichtenagentur SDA. Jeker reist oft und schon seit langem nach Indonesien. Er stellt fest: Die Korruption ist noch nicht ausgemerzt, und nationalistische Tendenzen sind für ausländische Investoren eine Erschwernis.
Die besten Chancen auf dem indonesischen Markt räumt Jeker Konsumgütern wie Uhren und Nahrungsmitteln sowie der Maschinenindustrie ein.
Bisher sind laut Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) über 70 Schweizer Firmen und Repräsentationsbüros vor Ort. 2008 trat die Schweiz mit 5,9 Mrd. Fr. als Direktinvestor auf. Damit lag sie laut indonesischen Angaben an 13. Stelle der Liste der ausländischen Direktinvestitionen.
Die Schweiz importierte 2009 indonesische Güter für 171 Millionen Franken und exportierte einheimische Waren für 372 Millionen.
Die Schweizerische Exportrisikoversicherung stuft Indonesien neu in Kategorie 4 ein - auf einer Skala von 0 (wenig Risiko) bis 7 (am meisten Risiko). Zuvor war das Land in Kategorie 5.

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SDA-ATS